Mittwoch, 10. September 2014

Ode an den Spaten

Spaten, oh Spaten,
regtest mich an zu großen Taten,
am Anfang unser Freundschaft warf ich dich fluchend fort,
doch bliebst du immer bei mir am gleichen Ort.


Harrtest aus mit großer Geduld,
denn du hattest an meiner Laune keine Schuld,
wenn ich schwach und hastig,
ob der Grabearbeit wurde brastig.


Zeigtest mir deinen großen Nutzen,
beim Beete von Unkraut freiputzen.
Löcher so tief wie das Meer,
gruben wir und liebten es sehr.


Dein kalter glatter Stiel,
der mir am Anfang nicht gefiel,
liegt nun in meinen Händen wie ein alter Gefährte,
den ich gut kenne und der mich so vieles lehrte.


Wenn ich dich in meinen Händen halte,
zeige ich allen anderen meine Schulter - die Kalte,
denn wir zwei müssen buddeln
und nicht am Gartenzaun schnuddeln.

1 Kommentar:

  1. Du hast viele Talente nun wirst du auch noch poetisch.

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