Es ist wieder so weit, der Himmel ist so groß und wild, dass man unendlich tief fällt, wenn man hineinschaut. Ein Jahr ist es her, als M und ich mit den Hunden über eine große kurz geschorene Wiese liefen. Ich legte mich auf den Rücken, starrte in den Himmel, genoss den Sonnenuntergang, der ganz ohne Röte auskam und fing an zu träumen. Nach einer Weile legte M sich neben mich, die Häne im Nacken verschränkt, ein Grashalm zwischen den Lippen. Leise fragte er "Was machst du da?" - "Ich schaue in den Himmel", antwortete ich und er tat es mir nach.
Sicherlich 10 Minuten lagen wir so da, die Hund irgendwo. Vor unseren Augen nichts weiter als blauer Himmel, über den Wolkenfetzen jagten. Aus dem gemütlichen Träumen wurde urplötzlich ein komisches Gefühl in meiner Magegegend. Ich sah nichts weiter, als den Himmel über mir. Keinen Zweig eines Baumes, kein Grashalm, nichts - nur Himmel und einige Schwalben, die winzige Insekten verfolgten. Es gab keinen Punkt, der mich mit der Erde verband. Ich hatte das Gefühl in einen unendlich tiefen Himmel zu stürzen.
"Oh, ich hab grad ein ganz komisches Gefühl." hörte ich M an meiner Rechten sagen. "Ich glaube ich falle in den Himmel." Froh, den Boden unter meinem Rücken zu spüren, musste ich fast schon schmunzeln, trotz der Unsicherheit gleich hinunter zu fallen, wenn ich nur eine falsche Bewegung machte. Wie seltsam war es, dass M genau das gleiche empfand wie ich? M konnte es nicht mehr aushalten, stand auf und richtete seinen Blick auf den sicheren grünen Boden unter ihm. Ich blieb noch etwas liegen, nahm das Gefühl des Verloren-Seins tief in mich auf, spürte den Halt, den der Boden in meinem Rücken mir gab und verstand, wie winzig klein ich bin und wie riesig das Wunder unserer Erde ist.
Montag, 25. August 2014
Samstag, 23. August 2014
Quadratbeet? Wo?
Meine Quadratbeete kann man nicht mehr erkennen. Auch wenn man direkt davor steht, sieht man kaum noch etwas von den Holzbrettern, der kleine Zaun ist überwuchert, der Weg kaum noch auszumachen, die Hölzer für die Einteilung völlig verschwunden und Ordnung scheint hier schon gar nicht mehr zu herrschen. Alles ist am Wuchern, konkurriert mit den restlichen Pflanzen und breitet sich in alle drei Dimensionen aus. Vor allem der Kürbis schiebt seine langen Ranken in alle Richtungen, als würde er nach Neuland forschen. Einige Ranken habe ich bereits abgebrochen, um ihm Einhalt zu bieten, doch das scheint ihm nichts auszumachen. Tapfer wächst er weiter. Geht es nicht mehr in die eine Richtung, investiert man halt in einen Seitentrieb in eine andere Richtung.
Wenn ich etwas ernten will, muss ich nach den Pflanzen suchen, irgendwo unter großen oder vielen kleinen Blättern lässt sich schon etwas finden. Meine winzig kleinen roten Leinblumen haben kaum eine Chance gegen die große weiß-blühende Rauke anzukommen. Der spät gesäte Dill verkümmert unter den Blättern der Roten Beete und der Kapuzinerkresse, die erst nicht wachsen wollte und der ich nun partiell den Gar aus mache. Die Quadratbeete sind das reine Chaos und pure Freude. Ein so wunderschönes Wachsen so vieler Pflanzen habe ich nicht erwartet. Alles kämpft um Licht, investiert in Saatgut und Nachkommen in Form von Früchten. Ernten können wir inzwischen schon sehr viel aus den Beeten, Karotten, Paprika, Salat, Bohnen, Basilikum, Bohnenkraut, rote Beete ...
Falls der Mangold es schafft, so groß zu werden, wie der in meinem Schrebergarten, muss ich das Beet wegen Überfüllung schließen.
Wenn ich etwas ernten will, muss ich nach den Pflanzen suchen, irgendwo unter großen oder vielen kleinen Blättern lässt sich schon etwas finden. Meine winzig kleinen roten Leinblumen haben kaum eine Chance gegen die große weiß-blühende Rauke anzukommen. Der spät gesäte Dill verkümmert unter den Blättern der Roten Beete und der Kapuzinerkresse, die erst nicht wachsen wollte und der ich nun partiell den Gar aus mache. Die Quadratbeete sind das reine Chaos und pure Freude. Ein so wunderschönes Wachsen so vieler Pflanzen habe ich nicht erwartet. Alles kämpft um Licht, investiert in Saatgut und Nachkommen in Form von Früchten. Ernten können wir inzwischen schon sehr viel aus den Beeten, Karotten, Paprika, Salat, Bohnen, Basilikum, Bohnenkraut, rote Beete ...
Falls der Mangold es schafft, so groß zu werden, wie der in meinem Schrebergarten, muss ich das Beet wegen Überfüllung schließen.
Donnerstag, 21. August 2014
Paprika, Zucchini, Renekloden
Es ist jetzt wirklich so weit, die Erntezeit ist in vollem Gange. Wir müssen kein Gemüse mehr kaufen, denn unser Garten hat trotz seiner bescheidenen Ausmaße und der geringen Bepflanzung, viel für uns zu bieten. Und selbst wenn unser Garten nichts liefert, bekommen wir von Nachbarn und Freunden Gemüselieferungen. Unser eigentlicher Gemüselieferant macht im Moment keinen Umsatz mit uns, was mir ein bisschen leid tut, denn ich mag ihn sehr. Doch es ist wundervoll, das eigene Essen im Garten zu ernten und anschließend zu essen. Frischer und besser geht es nicht.
Meine Zucchini hatte ich totgesagt. Tatsächlich konnten die beiden Pflanzen im Schrebergarten den Schnecken nicht stand halten und sie verrotten auf dem Kompost. Doch meine beiden winzigen Pflanzen im Hausgarten setzen jetzt Früchte an. Beide tragen jeweils eine Zucchini und vielleicht kommen bald schon die nächsten. Falls nicht, ist das aber auch nicht schlimm, denn S und unser Gartennachbar beliefern uns fleißig. M kann schon keine Zucchini mehr sehen, obwohl ich mir wirklich Mühe gebe und sie auf viele verschiedene Arten zubereite - Gefüllte Zucchini, Kartoffel-Zucchini Auflauf, Ratatouille ...
Auch die Paprikapflanzen tragen reichlich, nur mit dem rot werden klappt es noch nicht so recht. Eine Paprika haben wir geerntet und gegessen. Ich fand sie zu trocken, doch M war begeistert davon. Die gekauften Paprika sind ihm zu wässrig, unsere eigene schmeckt hingegen einfach nur nach Paprika und man hat nicht das Gefühl, sie trinken zu müssen.
Im Hühnergehege erwartete mich eine Überraschung - nein, kein Ei. Die Kleinen sind immer noch zu klein zum Eier legen. Aber ein kleiner Busch, der irgendwann als namenloser Steckling seinen Weg in den Garten fand, trägt Früchte. Ich dachte, es seien Pflaumen und wartete darauf, dass sie endlich blau-lila leuchteten, doch sie behielten ihre grüne Farbe und zu allem Überfluss fielen sie auch noch direkt in das Hühnergehege. 'Prima', dachte ich, 'bevor sie reif werden, fallen sie runter und sind Hühnerfutter.' Bei meinem nächsten Gang ins Hühnergehege pflückte ich eine der vermeintlichen Pflaumen ab, drückte sie vorher sachte und stellte fest, dass sie weich war. Tapfer biss ich hinein und erwartete, eine von Säure verzerrte Grimasse. Doch dieser Gesichtsausdruck blieb aus, er wurde sogar durch pures Erstaunen ersetzt. Zuckersüß war die kleine grüne Frucht. Hätte ich das gewusst, ich hätte schon viel früher einen Bissen gewagt. Im Internet recherchiert fand ich die Bezeichnung Reneklode für die Frucht, die eine Edel-Pflaume zu seien scheint. Letztes Jahr trug der Busch zwei Früchte, dieses Jahr etwa 20, ob er nächstes Jahr wohl 200 trägt?
Meine Zucchini hatte ich totgesagt. Tatsächlich konnten die beiden Pflanzen im Schrebergarten den Schnecken nicht stand halten und sie verrotten auf dem Kompost. Doch meine beiden winzigen Pflanzen im Hausgarten setzen jetzt Früchte an. Beide tragen jeweils eine Zucchini und vielleicht kommen bald schon die nächsten. Falls nicht, ist das aber auch nicht schlimm, denn S und unser Gartennachbar beliefern uns fleißig. M kann schon keine Zucchini mehr sehen, obwohl ich mir wirklich Mühe gebe und sie auf viele verschiedene Arten zubereite - Gefüllte Zucchini, Kartoffel-Zucchini Auflauf, Ratatouille ...
Auch die Paprikapflanzen tragen reichlich, nur mit dem rot werden klappt es noch nicht so recht. Eine Paprika haben wir geerntet und gegessen. Ich fand sie zu trocken, doch M war begeistert davon. Die gekauften Paprika sind ihm zu wässrig, unsere eigene schmeckt hingegen einfach nur nach Paprika und man hat nicht das Gefühl, sie trinken zu müssen.
Im Hühnergehege erwartete mich eine Überraschung - nein, kein Ei. Die Kleinen sind immer noch zu klein zum Eier legen. Aber ein kleiner Busch, der irgendwann als namenloser Steckling seinen Weg in den Garten fand, trägt Früchte. Ich dachte, es seien Pflaumen und wartete darauf, dass sie endlich blau-lila leuchteten, doch sie behielten ihre grüne Farbe und zu allem Überfluss fielen sie auch noch direkt in das Hühnergehege. 'Prima', dachte ich, 'bevor sie reif werden, fallen sie runter und sind Hühnerfutter.' Bei meinem nächsten Gang ins Hühnergehege pflückte ich eine der vermeintlichen Pflaumen ab, drückte sie vorher sachte und stellte fest, dass sie weich war. Tapfer biss ich hinein und erwartete, eine von Säure verzerrte Grimasse. Doch dieser Gesichtsausdruck blieb aus, er wurde sogar durch pures Erstaunen ersetzt. Zuckersüß war die kleine grüne Frucht. Hätte ich das gewusst, ich hätte schon viel früher einen Bissen gewagt. Im Internet recherchiert fand ich die Bezeichnung Reneklode für die Frucht, die eine Edel-Pflaume zu seien scheint. Letztes Jahr trug der Busch zwei Früchte, dieses Jahr etwa 20, ob er nächstes Jahr wohl 200 trägt?
Dienstag, 19. August 2014
Der Farbengrund Komposter
Schon längst wollte ich im Farbengrund einen Komposthaufen bauen. Bisher liegt dort nur ein Berg mit Rasenkanten, der vor sich hin gammelt. Es gibt noch keine oder nur sehr wenige Gartenabfälle, die wir kompostieren könnten. Der Rasen wird gemulcht und es wächst bisher kaum etwas in dem Garten, das kompostiert werden könnte. Ein weiterer Hindernisgrund war, dass ich mich nicht entscheiden konnte, wie der Kompost aussehen sollte, ich redete und redete über dieses Thema, mit allen, die nicht schnell genug davon laufen konnten. Holzlatten, Schnellkomposter, Backsteine ... dutzende Ideen spukten durch meinen Kopf, aber keine setzte ich um.
Irgendwann kam S zu mir und sagte, sie hätte eine Idee, wie wir den Komposthaufen bauen könnten. Der Nachbar hatte seinen Zaun erneuert und die alten Zaunelemente waren noch vorhanden. S schlug vor, dass sie die Elemente in 1,20 Meter große Stücke sägen könne und mit ein paar Pfosten sei daraus schnell ein Behälter für den Kompost gezimmert. Gesagt getan. S lud mich, die Zaunteile, Werkzeug und Pfosten auf einen Anhänger und gemütlich-laut zuckelten wir mit S' kleinen Traktor "Kubota" in den Farbengrund. Kurz darauf fuhren wir wieder zurück, denn die mitgenommenen Schrauben waren zu kurz.
Doch dann ging es endlich los. Ohne Vorbohren drehte S die Schrauben in die Holzteile. Beim letzten Pfosten fehlte eine Schraube, aber das macht nichts. Erst einmal ist der Komposter stabil. Jetzt muss er nur noch an seinen Platz gerückt werden, ein Mäusegitter will ich darunter legen und dann kann hoffentlich bald der ganze Gartenabfall in die beiden Behälter wandern. Ich finde sie in all ihrer Schlichtheit wirklich hübsch und gekostet haben sie nichts. Besser hätte es nicht werden können!
Irgendwann kam S zu mir und sagte, sie hätte eine Idee, wie wir den Komposthaufen bauen könnten. Der Nachbar hatte seinen Zaun erneuert und die alten Zaunelemente waren noch vorhanden. S schlug vor, dass sie die Elemente in 1,20 Meter große Stücke sägen könne und mit ein paar Pfosten sei daraus schnell ein Behälter für den Kompost gezimmert. Gesagt getan. S lud mich, die Zaunteile, Werkzeug und Pfosten auf einen Anhänger und gemütlich-laut zuckelten wir mit S' kleinen Traktor "Kubota" in den Farbengrund. Kurz darauf fuhren wir wieder zurück, denn die mitgenommenen Schrauben waren zu kurz.
Doch dann ging es endlich los. Ohne Vorbohren drehte S die Schrauben in die Holzteile. Beim letzten Pfosten fehlte eine Schraube, aber das macht nichts. Erst einmal ist der Komposter stabil. Jetzt muss er nur noch an seinen Platz gerückt werden, ein Mäusegitter will ich darunter legen und dann kann hoffentlich bald der ganze Gartenabfall in die beiden Behälter wandern. Ich finde sie in all ihrer Schlichtheit wirklich hübsch und gekostet haben sie nichts. Besser hätte es nicht werden können!
Sonntag, 17. August 2014
Eigentlich wollte ich nur Mohn ...
Wie schön wäre es doch, wenn ich mit selbst angebauten Mohnsamen, Kuchen backen könnte - dachte ich mir. Es muss doch möglich sein, Mohn zu bekommen, der auch ganz ohne Bedenken gegessen werden kann. Man muss ja nicht immer alles kaufen. Meine Überlegungen führten mich zu meinem Lieblingssamen-Lieferanten: Dreschflegel. Ich stöberte auf der Seite und fand sehr schnell, was ich haben wollte, weißen Mohn, dessen Samen süßlich schmecken sollen. Aber ich fand zu meines Geldbeutels Unglück noch viele viele andere Samen, die ich unbedingt haben musste. Wohin damit? Das weiß ich selbst nicht so recht, aber es wird sich schon ein Plätzchen finden und wenn ich alle Pflanzen nur in winzigen Mengen anpflanze.
Das wanderte mit den Warenkorb und mit der Post zu mir nach Hause:
Einmachmelone Brot von Babylon
Bis zu 30 kg schwere gelbgrüne Früchte an langen Ranken. In warmen Räumen bis zu einem Jahr lagerfähig. Für Marmeladen, Chutneys, Pickles und ähnliches. Das Saatgut war im Angebot.
Gartenkürbis Thelma Sanders Sweet Potato
Rankende Sorte mit ca. 1 kg schweren, gerippten cremefarbenen Früchten. An Süßkartoffeln erinnernd und sehr geeignet zum Braten.
Grünkohl ostfriesische Palme
Alte, bis 1,80 Meter hohe Landsorte, winterhart.
Rauchtabak virginischer echter
Sehr große hellgrüne längliche Blätter. Für Zigarettentabak geeignet.
Wollfrüchtiger Feldsalat Kölner Palm
Anbau und Verwendung wie Feldsalat, durch spätes Schossen im Frühjahr besonders für Überwinterungsanbau geeignet. Vielleicht sähe ich davon noch was aus.
Abessinischer Kohl Carina
Glänzend violetee Blätter als nussig-kohlige Salatbeilage oder mit jungem Sproß geerntete Blätter zum Dünsten. Auch für Töpfe und Balkon geeignet.
Tomatillo Purple de Milpa
Essbare Nachtschattenfrüchte in fünfeckigen Lampions, bei Vollreife violett ohne grüne Grundfarbe.
Mohn Reinweißer
Leuchtend weiße Blüten, weiße Samen, sehr süß.
Malabarspinat
Die Kletterpflanze hat rötlich umrandete, dickfleischige Blätter, die wie Spinat gegessen werden können.
Und noch viele mehr, die keine so schöne Beschreibung haben:
21 verschiedene Sorten Samen. Ich muss noch sehr viel Wiese in Felder umwandeln, damit ich das alles pflanzen kann. Ob ich das wohl schaffe? Irgendwie bezweifele ich es.
Das wanderte mit den Warenkorb und mit der Post zu mir nach Hause:
Einmachmelone Brot von Babylon
Bis zu 30 kg schwere gelbgrüne Früchte an langen Ranken. In warmen Räumen bis zu einem Jahr lagerfähig. Für Marmeladen, Chutneys, Pickles und ähnliches. Das Saatgut war im Angebot.
Gartenkürbis Thelma Sanders Sweet Potato
Rankende Sorte mit ca. 1 kg schweren, gerippten cremefarbenen Früchten. An Süßkartoffeln erinnernd und sehr geeignet zum Braten.
Grünkohl ostfriesische Palme
Alte, bis 1,80 Meter hohe Landsorte, winterhart.
Rauchtabak virginischer echter
Sehr große hellgrüne längliche Blätter. Für Zigarettentabak geeignet.
Wollfrüchtiger Feldsalat Kölner Palm
Anbau und Verwendung wie Feldsalat, durch spätes Schossen im Frühjahr besonders für Überwinterungsanbau geeignet. Vielleicht sähe ich davon noch was aus.
Abessinischer Kohl Carina
Glänzend violetee Blätter als nussig-kohlige Salatbeilage oder mit jungem Sproß geerntete Blätter zum Dünsten. Auch für Töpfe und Balkon geeignet.
Tomatillo Purple de Milpa
Essbare Nachtschattenfrüchte in fünfeckigen Lampions, bei Vollreife violett ohne grüne Grundfarbe.
Mohn Reinweißer
Leuchtend weiße Blüten, weiße Samen, sehr süß.
Malabarspinat
Die Kletterpflanze hat rötlich umrandete, dickfleischige Blätter, die wie Spinat gegessen werden können.
Und noch viele mehr, die keine so schöne Beschreibung haben:
- Zierkohl Negro Romano (Palmkohl)
- Stielmus Namenia
- Grünspargel Mary Washington
- Spargelerbse gelbblühende
- Spargelsalat chinesische Keule
- Erdkastanie Haarstrang
- Asiasalat Red Giant
- Knospenkohl Cime di Rapa
- Radieschen Cherry Belle
- Markerbse Lancet
- Zuckererbse Zuckearfen
- Stangenbohne Blauhilde
21 verschiedene Sorten Samen. Ich muss noch sehr viel Wiese in Felder umwandeln, damit ich das alles pflanzen kann. Ob ich das wohl schaffe? Irgendwie bezweifele ich es.
Freitag, 15. August 2014
Eine halbe Kartoffelernte
Bereits im letzten Jahr haben M und ich Kartoffeln angepflanzt. Sie reichten für zwei oder drei Mahlzeiten. Aber dieses Jahr haben wir mehr Knollenfrüchte geerntet. An einem wunderschönen Abend, wir hatten beide gearbeitet, M und ich waren mit den Hunden spazieren und unser Essen war auch schon verspeist, saß ich allein im Wohnzimmer und überlegte, was ich mit meiner Zeit anfangen könne. M machte Musik mit seiner Band, Max lief nervös hin und her als verlange er nach einem weiteren Spaziergang. Vielleicht hat er Alzheimer oder er wollte mich motivieren, nicht auf dem Sofa zu versacken? Unruhig ging ich in den Hausgarten, wandelte über den Rasen und schaute das angebaute Gemüse an. Da begegnete mir S im Garten. Wir unterhielten uns und - ich weiß nicht mehr genau warum - kurz darauf war ich mit meiner Grabegabel und den Hunden unterwegs in den Schrebergarten.
Ich buddelte in der nassen Erde und zog Knollenfrüchte hervor, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich nicht alle erwischt habe. Nächstes Jahr wachsen vermutlich wieder Kartoffeln auf dem Acker. Von meinen 4 Mini-Reihen rodete ich nur zwei, denn mehr wollte ich nicht nach Hause tragen. An den insgesamt 14 Pflanzen hingen so viele und große Kartoffeln, dass ich zwei Einkaufstüten damit füllen konnte. Meine Nachbarn holten dieses Jahr viele faule Kartoffeln aus der Erde, aber das ist mir glücklicherweise erspart geblieben.
Durch den Regen sind die Kartoffeln riesig geworden, die größte wiegt 400 Gramm, zwei weitere wiegen nur 20 Gramm weniger.
Ich buddelte in der nassen Erde und zog Knollenfrüchte hervor, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich nicht alle erwischt habe. Nächstes Jahr wachsen vermutlich wieder Kartoffeln auf dem Acker. Von meinen 4 Mini-Reihen rodete ich nur zwei, denn mehr wollte ich nicht nach Hause tragen. An den insgesamt 14 Pflanzen hingen so viele und große Kartoffeln, dass ich zwei Einkaufstüten damit füllen konnte. Meine Nachbarn holten dieses Jahr viele faule Kartoffeln aus der Erde, aber das ist mir glücklicherweise erspart geblieben.
Durch den Regen sind die Kartoffeln riesig geworden, die größte wiegt 400 Gramm, zwei weitere wiegen nur 20 Gramm weniger.
Mittwoch, 13. August 2014
Unscheinbar und großzügig - das Pflaumenbäumchen
Da steht er, ein kleiner dürrer Baum, von dem man nichts erwartet. Aus der Ferne ist er mehr als unscheinbar, doch von nahem betrachtet, hat er reiche Geschenke zu geben, Pflaumen - und was für welche. Beim Spaziergang entdeckten wir diesen kleinen zierlichen Baum, der unter seiner Last zusammen zu brechen drohte. Ich musste an Frau Holle denken, bei der ein Baum flehentlich darum bittet gerüttelt und geschüttelt zu werden und ich war fast schon versucht, dies zu tun, denn neben dem Baum lag ein vertrockneter abgebrochener Ast.
Wie immer hatte ich keine Tüte dabei, um mehr mitzunehmen, als in meine Hände passen. Beim Transport musste ich auch bedenken, dass ich im Zweifelsfall zwei große Hunde an der Leine halten muss. Man weiß ja nie, was so passiert. Andere Hunde, die unseren Weg kreuzen, meckernde Jäger, Fußgänger, die Angst vor großen Hunden haben ...
In meinen Hosentaschen hatten die Früchte keinen Platz, das hätte zu Mus geführt, was ich aber eindeutig im Glas oder auf dem Brötchen bevorzuge. In der Not verspeiste ich eine an Ort und Stelle, vier weitere konnte ich gerade so tragen. Gut gerüstet für alle Unwägbarkeiten beendeten wir die Runde - einen Hundenotfallplan brauchte ich nicht. Uns begegnete niemand, nicht mal ein Hase.
Den nächsten Morgen machte ich mir aus den Pflaumen ein Müsli und jetzt überlege ich, ob ich noch mehr hole. Es wäre Verschwendung, sie alle zu Boden fallen zu lassen, doch was soll ich mit all den Pflaumen anfangen? Und würden sich die hier lebenden Tiere nicht darüber freuen, alls die süßen reifen Früchte zu essen?
Wie immer hatte ich keine Tüte dabei, um mehr mitzunehmen, als in meine Hände passen. Beim Transport musste ich auch bedenken, dass ich im Zweifelsfall zwei große Hunde an der Leine halten muss. Man weiß ja nie, was so passiert. Andere Hunde, die unseren Weg kreuzen, meckernde Jäger, Fußgänger, die Angst vor großen Hunden haben ...
In meinen Hosentaschen hatten die Früchte keinen Platz, das hätte zu Mus geführt, was ich aber eindeutig im Glas oder auf dem Brötchen bevorzuge. In der Not verspeiste ich eine an Ort und Stelle, vier weitere konnte ich gerade so tragen. Gut gerüstet für alle Unwägbarkeiten beendeten wir die Runde - einen Hundenotfallplan brauchte ich nicht. Uns begegnete niemand, nicht mal ein Hase.
Den nächsten Morgen machte ich mir aus den Pflaumen ein Müsli und jetzt überlege ich, ob ich noch mehr hole. Es wäre Verschwendung, sie alle zu Boden fallen zu lassen, doch was soll ich mit all den Pflaumen anfangen? Und würden sich die hier lebenden Tiere nicht darüber freuen, alls die süßen reifen Früchte zu essen?
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