Wie schon gesagt, sind meine Pläne für den Garten in diesem Jahr überschaubar. Ich will meine drei Quadratbeete bepflanzen, ein paar Kübel mit Tomaten, Kräutern und evtl. anderem Gemüse heranziehen und dann noch etwas im Schrebergarten machen. Im letzten Jahr habe ich festgestellt, dass das Quadratbeetgärtnern meine liebste Art des Gärtnerns ist. Wobei dies nicht an den Quadraten liegt, sondern daran, dass die Beete mit Holz eingefasst sind, man zwischen den Beeten entlang laufen kann, ohne den zu bepflanzenden Boden zu verdichten und dass man in die Beete leichter zu bearbeitende Erde füllen kann. Das will ich jetzt auch für meinen Schrebergarten. Was ich da bisher hatte:
Hügelbeet
Ein Hügelbeet anlegen ist aufwändig, aber der Ertrag war spitze. Nirgendwo anders sind meine Pflanzen so gut gewachsen, wie auf diesem Beet und das trotz einer immensen Schneckenplage.
Flachbeet
Kurz vor der Pflanzsaison habe ich noch für ein Beet die Rasenkante weggestochen und es bepflanzt. Im schweren Lehm ist kaum etwas gewachsen und noch viel schlimmer, das Gras wächst rechts und links wieder in das Beet. Also: Jäten, jäten, jäten. Vorteil: Das Beet war so schmal, dass ich von beiden Seiten ran kam, ohne es betreten zu müssen
Doppelt umgegrabenes Flachbeet
Das war viel Arbeit, hat sich aber am ehesten gelohnt. Doch auch hier hatte ich mit dem schweren Lehm und dem reinwuchernden Gras zu kämpfen. Außerdem mag ich es gar nicht, durch ein Beet zu laufen, wenn es feucht ist. Danach habe ich bei unserem Boden quasi Plateau Schuhe, von dem unter den Sohlen klebenden Schlamm.
Ich mag es strukturiert und ordentlich. Ich mag richtige Wege, schöne Erde und ich will nicht durch Schlamm waten müssen, um Unkraut zu jäten oder Gemüse zu ernten. Deswegen haben M und ich (naja, mehr ich) entschieden, in diesem Jahr vier Beete mit Holzeinfassung anzulegen. Jedes Beet soll 3 x 1 m groß werden und wird mit Gartenerde befüllt, die wir von unserer Kompostanlage holen wollen. Zwei Beete sind für Starkzehrer, eines für Mittelzehrer und eines für Schwachzehrer - das soll auch die Anbaumethode für unseren Garten werden.
Beet 1
Sprossenkohl und Spitzkohl Filderkraut
Beet 2
Mais und Kürbis
Beet 3
Karotten, Zwiebeln und Schalotten
Beet 4
Buschbohnen (Bamberger Blaue und Yin Yang) und Tagetes
Insgesamt sollen in den nächsten 5 Jahren 24 von diesen Beeten im Schrebergarten entstehen, wenn dort genug Platz ist. Die Füllung für die nächsten Beete wird aber von dieser abweichen. Ich hätte da schon Ideen, aber dazu mehr, wenn es so weit ist. Ich hoffe, dass das alles klappt. M wird viel machen müssen, denn Mitte Mai wird etwas aus dem dicken Überraschungsei schlüpfen, das ich vor mir hertrage und das wird unser Leben ganz schön auf den Kopf stellen.
Mittwoch, 8. April 2015
Donnerstag, 2. April 2015
Gartenplaner
Eigentlich hatte ich vor, euch davon zu berichten, was der Winter mit meinen Quadratbeeten angestellt hat. Aber das wollte sich der Winter nicht gefallen lassen und setzte gnadenlos wieder ein. So viel Schnee hatten wir in den ganzen letzten Monaten nicht. Stimmt nicht ganz, aber es fühlt sich so an.
Stattdessen berichte ich euch von einem Gartenplaner, den ich im Internet gefunden habe. Wer mehr wissen will, kann sich diese Internetseite anschauen. Ich bin hin und weg von dem Gartenplaner und musste mir natürlich gleich die Vollversion für zwei Jahre kaufen, um alle Funktionen ausprobieren zu können. Es gibt aber auch eine Testversion, mit der ihr herumexperimentieren könnt. Hier nun meine Bewertung für den Gartenplaner.
Vorteile des Gartenplaners:
Nachteile:
Stattdessen berichte ich euch von einem Gartenplaner, den ich im Internet gefunden habe. Wer mehr wissen will, kann sich diese Internetseite anschauen. Ich bin hin und weg von dem Gartenplaner und musste mir natürlich gleich die Vollversion für zwei Jahre kaufen, um alle Funktionen ausprobieren zu können. Es gibt aber auch eine Testversion, mit der ihr herumexperimentieren könnt. Hier nun meine Bewertung für den Gartenplaner.
- Er ist für alle Regionen der Erde einsetzbar. Am Anfang müsst ihr eingeben, für welche Region ihr ihn benötigt und es werden automatisch die Klimadaten der Region gezogen. Region heißt hier tatsächlich die nächste größere Stadt, für die Wetterdaten verfügbar sind; also nicht einfach nur "Deutschland".
- Die Pflanzzeitpunkte passen sich an die Klimadaten eurer Region an und ihr erhaltet in regelmäßigen Abständen E-Mails, die euch daran erinnern, was ihr zu tun habt (Saatgut voranziehen, auspflanzen ...)
- Der Plan speichert 4 oder 5 Jahre und unterteilt die Pflanzen in 8 Kategorien. In den Folgejahren wird er euch zeigen, wo ihr z. B. keinen Kohl mehr pflanzen dürft, weil ihr ihn dort schon im Jahr zuvor angebaut hattet. Dadurch soll das Risiko von Pflanzenkrankheiten, wie z. B. Kohlhernie vermieden werden.
- Ihr könnt eigene Pflanzen anlegen. Ich habe zum Beispiel die Grünkohlsorte "Ostfriesische Palme" angelegt, die mehr Platz braucht, als andere Grünkohlsorten und auch etwas andere Pflanzzeiten hat. Dazu nimmt man einfach die schon vorhandene Pflanze und fügt eine weitere Variation ein, von denen aber auch schon sehr viele vorab angelegt sind.
- Der Gartenplaner rechnet euch aus, wie viele Pflanzen von einer Sorte ihr insgesamt benötigt, somit habt ihr eine Einkaufsliste für euer Saatgut parat, in der auch gleich noch angezeigt wird, wann ihr was zu tun habt.
- Ihr könnt Folientunnel, Gewächshäuser und Vlies über eure Felder ziehen und der Gartenplaner zeigt euch die entsprechend längeren Pflanzperioden an.
- Der Gartenplaner kann für das klassische Anpflanzen in Reihen genutzt werden, aber auch für das Quadratbeetgärtner (Square Foot Gardening = SFG). Einfach umstellen, fertig!
- Man kann die Maßangaben auf das metrische System umstellen.
Nachteile:
- Der Gartenplaner ist nur in Englisch verfügbar. Man sollte also Grundkenntnisse haben und ein Übersetzungstool. Gerade meine Kenntnisse in der Botanik sind eher Mau, von allein wäre ich nie darauf gekommen, dass Mangold im Englischen Swiss Chard heißt.
- Für die Quadratbeete werden die Quadrate in 30 x 30 cm angegeben. Ich nutze aber 40 x 40 cm große Felder.
Sonntag, 29. März 2015
Mein schwarzer Traumprinz - ein Nachruf
Gerade eben warf ich einen Blick in den roten Palast und glaubte für eine Sekunde, Max läge darin und schliefe. Aber der Hundekorb ist leer, nicht einmal unser Schäferhund liegt in diesem Moment dort, es war einfach nur ein Schatten, der zu einer vertrauten Erinnerung wurde. Max war ein Hund der Widersprüche. Er brachte mich genauso oft zur Weißglut, wie zum Lachen. Bereits nach der ersten Nacht bei uns, wollte ich ihn sofort wieder zurück ins Tierheim bringen. Letztendlich blieben Max und ich 11 Jahre zusammen, eine lange Zeit, niemals hätte ich gedacht, dass dieser kranke und verrückte Hund so alt werden könnte.
Mit zwei Jahren adoptierten wir ihn, holten ihn aus dem Tierheim und die Pflegerin warnte uns vor, dass dieser Hund einen Zwingerkoller hätte. Doch Max war der einzige Hund, der uns nicht anbellte. Er stand auf zwei Beinen, die Vorderpfoten ans Gitter seines Zwingers gestützt da und schaute uns an. Eine mächtige schwarze Erscheinung. Mein Ex-Mann verliebte sich auf den ersten Blick. Ich wollte ihn nicht mitnehmen, ich wollte die 5 Jahre alte Schäferhündin mit der tiefen Stimme, die nebenan im Zwinger saß. Aber A konnte nicht von ihm lassen. Also holten wir ihn aus seinem Zwinger und gingen eine Runde mit ihm durchs Feld, er zog so sehr an der Leine, dass ich befürchtete, er müsse gleich ersticken. Er erschrak vor einem vorbeifahrenden Zug, er bekam seinen Zwingerkoller, weil es nicht schnell genug voran ging, doch er beruhigte sich schnell. Ich war erschrocken darüber, denn der später genannte "Gru" äußert sich, indem er versucht in seinen Oberschenkel zu beißen und dabei bellt und knurrt. Ein äußerst gefährliches Geräusch, dass immer wieder Erklärungen notwendig machte und Menschen in unserer Umgebung vor diesem Ungetüm abschreckte. Als wir zurück zum Tierheim gingen, blieb er an meinem Auto stehen und wollte von dort nicht mehr weg, doch wir brachten ihn zurück in seinen Zwinger, um ihn ein paar Tage später wieder abzuholen.
Max hieß im Tierheim Moritz und wir suchten lange nach dem passenden Namen für ihn. Als er endlich Max hieß, lachten uns Freunde aus, bis wir endlich begriffen, dass wir gerade zwei bekannte zusammengehörige Namen in einem Hund vereint hatten. Er war sehr mager, sein Fell fettig - wir trauten uns aber nicht, ihn zu waschen, weil er so unbekannt war - stattdessen kraulten wir ihn mit der Zeit sauber. Er mochte es nicht, wenn man seine Ohren anfasste, an seinen Hintern ließ er niemanden ran. Aber er biss uns nicht, immer nur sich selbst.
Für Max war alles neu. Er bellte Gitarren an, schob verwirrt As Brille von der Nase um seine Augen abzulecken, sprang laut bellend gegen einen Spiegel, um gegen den Hund dort zu kämpfen. Die erste Nacht war der Horror. Max gruhte und gruhte. A ging zu ihm in das Wohnzimmer und verbrachte die Nacht mit ihm auf dem Sofa. "Lass ihn uns wieder wegbringen", sagte ich am nächsten Morge, doch A interessierte sich nicht für meine Worte. Mit der Zeit - es war März - wurde er etwas ruhiger. Doch im Sommer, als die ersten Gewitter aufkamen, wurde er immer nervöser, sein Zwingerkoller immer schlimmer.
Max blieb und zog immer wieder mit mir um. Vier Wohnungen lernte er kennen und je älter er wurde, desto ruhiger wurde er - Streicheleinheiten genoss er sehr, vorallem, wenn man ihn an Ohren oder Hintern kraulte. Dennoch gab es Zeiten, in denen ich ihn am liebsten erschlagen hätte. Er war frech, hatte seinen eigenen Kopf. Hörte am Anfang nur schlecht, ließ sich kaum von uns beeindrucken, zerstörte Sofa, Sessel, Bett, gelbe Säcke, Schaukelstuhl und fraß regelmäßig den Mülleimer leer. Jedes Mal, wenn ich nach Hause kam, konnte ich mich auf die nächste Überraschung gefasst machen. Doch dann waren da die Spaziergänge. Seine unendliche Begeisterung für Bälle - die er mir nie zurück brachte, sondern triumphierend herum trug, bis er das Interesse daran verlor und sie liegen ließ. Sein Strahlen, wenn er mich sah und die Albernheiten, mit denen er mich so oft zum Lachen brachte, waren all der Mühe Lohn. Er war mein Clown und mein Traumprinz, mein Stern und ein manchmal erfolglos jagendes Arschloch. Der Buddelweltmeister und Schmusehund, der 38 kg Hund, der viel zu oft dachte, er sei ein kleiner Schoßhund und sich trotz seines Gewichtes auf meinen Schoß legte, auch wenn ich nur auf einem Sessel saß.
Er entwickelte sich zu einem Traumhund, der seine Macke - den Zwingerkoller - zwar nie vollständig los wurde, sie aber so weit unter Kontrolle brachte, dass es erträglich wurde. Max wurde zu meinem Hund. Er liebte mich, so sehr wie ich ihn liebte. Hatte ich schlechte Laune, bekam auch er schlechte Laune und wir steigerten uns gegenseitig rein - ich schrie ihn an und er gruhte nervös. Er wollte immer nur mit mir spazieren gehen und streikte bei allen anderen, wenn sie ihm nur die Leine zeigten und ich nicht in deren unmittelbarer Nähe war. Je älter er wurde, desto ruhiger wurde er, er behielt seinen eigenen Kopf und machte noch immer Unfug, aber er war einfach nur ein gutmütiger, sensibler, geduldiger Sternenhund, der uns so viele Fehler verzieh. Am wohlsten fühlte er sich, wenn viel los war. Je mehr Menschen um ihn herum waren, desto fröhlicher wurde er. Ging von einem zum nächsten und ließ sich verwöhnen.
Und zudem war er auch der kränkeste Hund, den wir uns hätten aussuchen können. Doch er war ein Kämpfer und keine seiner Krankheiten beeinflusste ihn wirklich. Er hatte Räude, Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose. Harnleiter-, Ohren- und Augeninfektionen, Toxoplasmose und immer mal wieder Geschwüre, mindestens 5 Mal wurde er wegen irgendwelcher Geschwüre operiert und unsere Tierärztin hatte ihn als Dauergast gebucht.
Als es Zeit wurde, von ihm Abschied zu nehmen, sagte sie noch einmal, dass sie niemals einen Hund in Behandlung hatte, der so viele Krankheiten mitbrachte und der sich so gut entwickelt hat. Doch zum Schluss konnte auch sie nichts mehr für ihn tun - all die vielen Medikamente brachten keine Besserung mehr. M und ich entschieden, ihn einschläfern zu lassen. Alles fing an mit einem Geschwür an der Pfote - schwarzer Hautkrebs - das erfolgreich entfernt werden konnte. Doch kurze Zeit später wurde sein Hinterteil zu schwach und er brach häufig weg, schlug sich bei seinen Stürzen die Nase blutig. Er hatte einen Schlaganfall, eine Harnleiter-, Nieren- und Blaseninfektion. Einen Ausschlag auf der Haut, der erst seinen Penis und dann sein Bein dick anschwellen ließ. Er verlor den Appetit und damit auch zusehends an Gewicht, lag häufig nur noch in seinem roten Palast zu meinen Füßen, hechelte und fiepte.
Es dauerte lang, bis wir uns durchrangen, ihn einschläfern zu lassen. Unsere Tierärztin gab ihm eine überdosierte Vollnarkose. Er war so schnell tot, dass er es selbst nicht begreifen konnte. Ich weiß, dass es für ihn letztendlich eine Erlösung gewesen sein muss, doch trotzdem fühle ich mich wie ein Verräter, der tapferen Kämpfer Max eine Messer in den Rücken gerammt hat. Er hatte mir vertraut, ging überall hin mit mir, am Ende sogar in seinen eigenen Tod.
Es wird nie wieder einen Hund wie Max geben. In schwierigen Zeiten haben wir uns gegenseitig gestützt und beieinander Trost gesucht. Die gemeinsamen Spaziergänge waren unsere Freiheit und unser Vergnügen. Wir haben zusammen so viel neues entdeckt - kein anderes Wesen, außerhalb meiner Familie, hat je so viel Zeit mit mir verbracht, wie der verrückte Hund mit den vielen Namen.
In Erinnerung an Max (aka Maxwell, Maxi, Maxe, Blackwell, Schwarzwald, Master Gru, Stern, Prinz, Arschloch, Unfug, Quatschkopf, ...)
Mit zwei Jahren adoptierten wir ihn, holten ihn aus dem Tierheim und die Pflegerin warnte uns vor, dass dieser Hund einen Zwingerkoller hätte. Doch Max war der einzige Hund, der uns nicht anbellte. Er stand auf zwei Beinen, die Vorderpfoten ans Gitter seines Zwingers gestützt da und schaute uns an. Eine mächtige schwarze Erscheinung. Mein Ex-Mann verliebte sich auf den ersten Blick. Ich wollte ihn nicht mitnehmen, ich wollte die 5 Jahre alte Schäferhündin mit der tiefen Stimme, die nebenan im Zwinger saß. Aber A konnte nicht von ihm lassen. Also holten wir ihn aus seinem Zwinger und gingen eine Runde mit ihm durchs Feld, er zog so sehr an der Leine, dass ich befürchtete, er müsse gleich ersticken. Er erschrak vor einem vorbeifahrenden Zug, er bekam seinen Zwingerkoller, weil es nicht schnell genug voran ging, doch er beruhigte sich schnell. Ich war erschrocken darüber, denn der später genannte "Gru" äußert sich, indem er versucht in seinen Oberschenkel zu beißen und dabei bellt und knurrt. Ein äußerst gefährliches Geräusch, dass immer wieder Erklärungen notwendig machte und Menschen in unserer Umgebung vor diesem Ungetüm abschreckte. Als wir zurück zum Tierheim gingen, blieb er an meinem Auto stehen und wollte von dort nicht mehr weg, doch wir brachten ihn zurück in seinen Zwinger, um ihn ein paar Tage später wieder abzuholen.
Max hieß im Tierheim Moritz und wir suchten lange nach dem passenden Namen für ihn. Als er endlich Max hieß, lachten uns Freunde aus, bis wir endlich begriffen, dass wir gerade zwei bekannte zusammengehörige Namen in einem Hund vereint hatten. Er war sehr mager, sein Fell fettig - wir trauten uns aber nicht, ihn zu waschen, weil er so unbekannt war - stattdessen kraulten wir ihn mit der Zeit sauber. Er mochte es nicht, wenn man seine Ohren anfasste, an seinen Hintern ließ er niemanden ran. Aber er biss uns nicht, immer nur sich selbst.
Für Max war alles neu. Er bellte Gitarren an, schob verwirrt As Brille von der Nase um seine Augen abzulecken, sprang laut bellend gegen einen Spiegel, um gegen den Hund dort zu kämpfen. Die erste Nacht war der Horror. Max gruhte und gruhte. A ging zu ihm in das Wohnzimmer und verbrachte die Nacht mit ihm auf dem Sofa. "Lass ihn uns wieder wegbringen", sagte ich am nächsten Morge, doch A interessierte sich nicht für meine Worte. Mit der Zeit - es war März - wurde er etwas ruhiger. Doch im Sommer, als die ersten Gewitter aufkamen, wurde er immer nervöser, sein Zwingerkoller immer schlimmer.
Max blieb und zog immer wieder mit mir um. Vier Wohnungen lernte er kennen und je älter er wurde, desto ruhiger wurde er - Streicheleinheiten genoss er sehr, vorallem, wenn man ihn an Ohren oder Hintern kraulte. Dennoch gab es Zeiten, in denen ich ihn am liebsten erschlagen hätte. Er war frech, hatte seinen eigenen Kopf. Hörte am Anfang nur schlecht, ließ sich kaum von uns beeindrucken, zerstörte Sofa, Sessel, Bett, gelbe Säcke, Schaukelstuhl und fraß regelmäßig den Mülleimer leer. Jedes Mal, wenn ich nach Hause kam, konnte ich mich auf die nächste Überraschung gefasst machen. Doch dann waren da die Spaziergänge. Seine unendliche Begeisterung für Bälle - die er mir nie zurück brachte, sondern triumphierend herum trug, bis er das Interesse daran verlor und sie liegen ließ. Sein Strahlen, wenn er mich sah und die Albernheiten, mit denen er mich so oft zum Lachen brachte, waren all der Mühe Lohn. Er war mein Clown und mein Traumprinz, mein Stern und ein manchmal erfolglos jagendes Arschloch. Der Buddelweltmeister und Schmusehund, der 38 kg Hund, der viel zu oft dachte, er sei ein kleiner Schoßhund und sich trotz seines Gewichtes auf meinen Schoß legte, auch wenn ich nur auf einem Sessel saß.
Er entwickelte sich zu einem Traumhund, der seine Macke - den Zwingerkoller - zwar nie vollständig los wurde, sie aber so weit unter Kontrolle brachte, dass es erträglich wurde. Max wurde zu meinem Hund. Er liebte mich, so sehr wie ich ihn liebte. Hatte ich schlechte Laune, bekam auch er schlechte Laune und wir steigerten uns gegenseitig rein - ich schrie ihn an und er gruhte nervös. Er wollte immer nur mit mir spazieren gehen und streikte bei allen anderen, wenn sie ihm nur die Leine zeigten und ich nicht in deren unmittelbarer Nähe war. Je älter er wurde, desto ruhiger wurde er, er behielt seinen eigenen Kopf und machte noch immer Unfug, aber er war einfach nur ein gutmütiger, sensibler, geduldiger Sternenhund, der uns so viele Fehler verzieh. Am wohlsten fühlte er sich, wenn viel los war. Je mehr Menschen um ihn herum waren, desto fröhlicher wurde er. Ging von einem zum nächsten und ließ sich verwöhnen.
Und zudem war er auch der kränkeste Hund, den wir uns hätten aussuchen können. Doch er war ein Kämpfer und keine seiner Krankheiten beeinflusste ihn wirklich. Er hatte Räude, Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose. Harnleiter-, Ohren- und Augeninfektionen, Toxoplasmose und immer mal wieder Geschwüre, mindestens 5 Mal wurde er wegen irgendwelcher Geschwüre operiert und unsere Tierärztin hatte ihn als Dauergast gebucht.
Als es Zeit wurde, von ihm Abschied zu nehmen, sagte sie noch einmal, dass sie niemals einen Hund in Behandlung hatte, der so viele Krankheiten mitbrachte und der sich so gut entwickelt hat. Doch zum Schluss konnte auch sie nichts mehr für ihn tun - all die vielen Medikamente brachten keine Besserung mehr. M und ich entschieden, ihn einschläfern zu lassen. Alles fing an mit einem Geschwür an der Pfote - schwarzer Hautkrebs - das erfolgreich entfernt werden konnte. Doch kurze Zeit später wurde sein Hinterteil zu schwach und er brach häufig weg, schlug sich bei seinen Stürzen die Nase blutig. Er hatte einen Schlaganfall, eine Harnleiter-, Nieren- und Blaseninfektion. Einen Ausschlag auf der Haut, der erst seinen Penis und dann sein Bein dick anschwellen ließ. Er verlor den Appetit und damit auch zusehends an Gewicht, lag häufig nur noch in seinem roten Palast zu meinen Füßen, hechelte und fiepte.
Es dauerte lang, bis wir uns durchrangen, ihn einschläfern zu lassen. Unsere Tierärztin gab ihm eine überdosierte Vollnarkose. Er war so schnell tot, dass er es selbst nicht begreifen konnte. Ich weiß, dass es für ihn letztendlich eine Erlösung gewesen sein muss, doch trotzdem fühle ich mich wie ein Verräter, der tapferen Kämpfer Max eine Messer in den Rücken gerammt hat. Er hatte mir vertraut, ging überall hin mit mir, am Ende sogar in seinen eigenen Tod.
Es wird nie wieder einen Hund wie Max geben. In schwierigen Zeiten haben wir uns gegenseitig gestützt und beieinander Trost gesucht. Die gemeinsamen Spaziergänge waren unsere Freiheit und unser Vergnügen. Wir haben zusammen so viel neues entdeckt - kein anderes Wesen, außerhalb meiner Familie, hat je so viel Zeit mit mir verbracht, wie der verrückte Hund mit den vielen Namen.
In Erinnerung an Max (aka Maxwell, Maxi, Maxe, Blackwell, Schwarzwald, Master Gru, Stern, Prinz, Arschloch, Unfug, Quatschkopf, ...)
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Überraschung im Hühnerstall
Lang lang ist es her und ich dachte nicht, dass ich es in diesem Jahr noch einmal schaffe, zu schreiben, aber "tada", da ist ein Blogeintrag. Und das alles nur, weil mich unsere Hühner heute mehr als überrascht haben. Ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, aber heute habe ich das erste Ei gefunden! Aber mal von vorne, es ist nämlich einiges passiert im Hühnerstall und einen Toten gab es leider auch.
Eines schönen samstag Morgens stand ich auf, frühstückte, packte meine Sachen für das Plätzchen backen zusammen und ging noch einmal schnell mit den Hunden raus. Vom Hof her hörte ich ein Krähen. Es krähte und krähte und krähte und hörte einfach nicht auf. Nach 20 Minuten etwa war es ruhig, doch 5 Minuten später ging es von vorne los. Unser Hahn machte mächtig Lärm. Ganz ehrlich, ich habe nichts gegen Hühnerkrähen einzuwenden, aber den ganzen Tag lang, direkt vor der Tür ... das zehrt an den Nerven und ich war froh, zum Plätzchen backen fahren zu dürfen. Gegen Abend - nach dem Plätzchen backen - sagte ich zu M, dass der Hahn wohl spätestens im Sommer seinen Kopf verlieren müsse, denn neben ihm im Garten, würde ich es kaum aushalten. M reagierte nicht weiter darauf, doch am nächsten Tag gab es die erste Beschwerde unseres Nachbarn, Ms Vater. Ms Vater arbeitet immer Nachtschicht und wenn er sich endlich zum Schlafen legen will, ist der Hahn mächtig aktiv und hält alle wach - die Beschwerde konnte ich mehr als nachvollziehen. M schlug seinem Vater vor, dem Hahn den Kopf abzuschlagen, worauf der schockiert reagierte.
Also bat M seinen Bruder und dessen Freundin darum, den Hahn zu schlachten (wir hatten vorher schon versucht, ihn irgendwo unterzubringen, aber niemand möchte einen Hahn, außer zum Essen). So geschah es also, dass der Hahn seinen Kopf verlor und unsere kleine Wilhelmina allein im Stall zurück blieb. M und ich konnten uns das nicht mit ansehen und fuhren zu einem bekannten Hobby-Landwirt, von dem wir wussten, dass er auch alte Hühnerrassen hält - nur welche, das wussten wir nicht. Nach einer mehr als interessanten Hofbesichtigung packte er uns zwei Hühner in einen Karton, ein Bressehuhn und ein Mischling aus einem Bressehuhn und einem Jersey-Gigant. M und ich mussten lachen, als wir erfuhren, dass das Bressehuhn ein französisches Nationalhuhn ist. Es hat blaue Beine, ein weißes Federkleid und einen roten Kamm und bekam den Namen Claudette. M und ich hatten etwas Bedenken, ob ein deutsch-französische Vereinigung im Hühergehege wohl gelingen würde, aber die Hühner wurden nach ein paar Tagen Eingewöhnung zu Freunden und picken nun vergnügt nebeneinander ihre Körner. Das französische Nationalhuhn neben dem Deutschen Reichshuhn in trauter Dreisamkeit mit dem französisch-amerikanischen Mischling - wenn Völkerverständigung doch immer so einfach wäre.
Heute ging ich also etwas zu ahnen in den Stall, setzte eine Stange wieder auf ihre Halterung, schaute erwartungslos in den Nistkasten und fand ein hellbeiges Ei. Vermutlich stammt es von Wilhelmina, sie ist das älteste Huhn von den Dreien und die Bruteier, aus denen auch Wilhelmina schlüpfte sahen diesem verdächtig ähnlich. Was hab ich mich gefreut! So sehr, dass ich die ganze Welt daran teilhaben lassen möchte und diesen Blogeintrag schreibe.
Das war es auch schon wieder, wann der nächste Eintrag kommt, weiß ich nicht. Vielleicht im Frühling, wenn wieder mehr im Garten passiert. Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr, feiert heute schön oder lasst es ruhig angehen, ganz so, wie ihr es mögt.
Eines schönen samstag Morgens stand ich auf, frühstückte, packte meine Sachen für das Plätzchen backen zusammen und ging noch einmal schnell mit den Hunden raus. Vom Hof her hörte ich ein Krähen. Es krähte und krähte und krähte und hörte einfach nicht auf. Nach 20 Minuten etwa war es ruhig, doch 5 Minuten später ging es von vorne los. Unser Hahn machte mächtig Lärm. Ganz ehrlich, ich habe nichts gegen Hühnerkrähen einzuwenden, aber den ganzen Tag lang, direkt vor der Tür ... das zehrt an den Nerven und ich war froh, zum Plätzchen backen fahren zu dürfen. Gegen Abend - nach dem Plätzchen backen - sagte ich zu M, dass der Hahn wohl spätestens im Sommer seinen Kopf verlieren müsse, denn neben ihm im Garten, würde ich es kaum aushalten. M reagierte nicht weiter darauf, doch am nächsten Tag gab es die erste Beschwerde unseres Nachbarn, Ms Vater. Ms Vater arbeitet immer Nachtschicht und wenn er sich endlich zum Schlafen legen will, ist der Hahn mächtig aktiv und hält alle wach - die Beschwerde konnte ich mehr als nachvollziehen. M schlug seinem Vater vor, dem Hahn den Kopf abzuschlagen, worauf der schockiert reagierte.
Also bat M seinen Bruder und dessen Freundin darum, den Hahn zu schlachten (wir hatten vorher schon versucht, ihn irgendwo unterzubringen, aber niemand möchte einen Hahn, außer zum Essen). So geschah es also, dass der Hahn seinen Kopf verlor und unsere kleine Wilhelmina allein im Stall zurück blieb. M und ich konnten uns das nicht mit ansehen und fuhren zu einem bekannten Hobby-Landwirt, von dem wir wussten, dass er auch alte Hühnerrassen hält - nur welche, das wussten wir nicht. Nach einer mehr als interessanten Hofbesichtigung packte er uns zwei Hühner in einen Karton, ein Bressehuhn und ein Mischling aus einem Bressehuhn und einem Jersey-Gigant. M und ich mussten lachen, als wir erfuhren, dass das Bressehuhn ein französisches Nationalhuhn ist. Es hat blaue Beine, ein weißes Federkleid und einen roten Kamm und bekam den Namen Claudette. M und ich hatten etwas Bedenken, ob ein deutsch-französische Vereinigung im Hühergehege wohl gelingen würde, aber die Hühner wurden nach ein paar Tagen Eingewöhnung zu Freunden und picken nun vergnügt nebeneinander ihre Körner. Das französische Nationalhuhn neben dem Deutschen Reichshuhn in trauter Dreisamkeit mit dem französisch-amerikanischen Mischling - wenn Völkerverständigung doch immer so einfach wäre.
![]() |
| Von links nach rechts - Jersey-Bresse-Huhn-Mischling, Claudette das Bressehuhn, Wilhelmina das Deutsche Reichshuhn |
Heute ging ich also etwas zu ahnen in den Stall, setzte eine Stange wieder auf ihre Halterung, schaute erwartungslos in den Nistkasten und fand ein hellbeiges Ei. Vermutlich stammt es von Wilhelmina, sie ist das älteste Huhn von den Dreien und die Bruteier, aus denen auch Wilhelmina schlüpfte sahen diesem verdächtig ähnlich. Was hab ich mich gefreut! So sehr, dass ich die ganze Welt daran teilhaben lassen möchte und diesen Blogeintrag schreibe.
Das war es auch schon wieder, wann der nächste Eintrag kommt, weiß ich nicht. Vielleicht im Frühling, wenn wieder mehr im Garten passiert. Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr, feiert heute schön oder lasst es ruhig angehen, ganz so, wie ihr es mögt.
Samstag, 25. Oktober 2014
Bohnenernte fast abgeschlossen
Mein Bohnensaatgut für nächstes Jahr habe ich inzwischen fast komplett geerntet. Nur noch wenige Hülsen hängen an den inzwischen fast welken Pflanzen. Gelohnt hat sich die Ernte allemal. Zwei Sorten habe ich angepflanzt, aber berichtet hatte ich hier nur von einer.
Bamberger Blaue
Die Bamberger Blaue ist eine Trockenbohne, die M und ich versehentlich samt Hülse aßen und die uns bei diesem zweifelhaften Genuss geradezu unterwältigte. Als Trockenbohne hingegen scheint sie gar köstlich zu sein. 16 Bohnen hatte ich, von denen ich 15 pflanzte, drei gingen nicht an, was aber nicht weiter schlimm war. Insgesamt habe ich etwa 240 Bohnen für die Aussaat im nächsten Jahr geerntet. Falls jemand Interesse hat, in kleinen Mengen würde ich welche abgeben.
Yin-Yang-Bohnen
Meine Kollegin D schenkte mir 10 wunderschöne schwarz-weiße Yin-Yang-Bohnen, die ich erst Ende Mai oder Anfang Juni direkt ins Beet setzte. Mein Ziel war hier ebenfalls, Saatgut zu gewinnen. Yin-Yang-Bohnen können samt der Schale gegessen werden, die sehr zart und wohlschmeckend ist. Aus den 10 Bohnen wurden ca. 150. Allerdings sind meine geernteten Bohnen nicht so perfekt wie die, die ich geschenkt bekam. Der schwarz-weiße Übergang ist oft etwas zackig und nicht ganz glatt. Nicht alle Bohnen haben einen schwarzen Punkt auf der weißen Fläche, einige haben dafür aber viele Punkte auf dem Weiß. Ihrer Schönheit und dem Geschmack kann dies aber nichts anhaben und so dürfen die Bohnen im nächsten Jahr gern wieder bei mir Einzug halten.
Bamberger Blaue
Die Bamberger Blaue ist eine Trockenbohne, die M und ich versehentlich samt Hülse aßen und die uns bei diesem zweifelhaften Genuss geradezu unterwältigte. Als Trockenbohne hingegen scheint sie gar köstlich zu sein. 16 Bohnen hatte ich, von denen ich 15 pflanzte, drei gingen nicht an, was aber nicht weiter schlimm war. Insgesamt habe ich etwa 240 Bohnen für die Aussaat im nächsten Jahr geerntet. Falls jemand Interesse hat, in kleinen Mengen würde ich welche abgeben.
Yin-Yang-Bohnen
Meine Kollegin D schenkte mir 10 wunderschöne schwarz-weiße Yin-Yang-Bohnen, die ich erst Ende Mai oder Anfang Juni direkt ins Beet setzte. Mein Ziel war hier ebenfalls, Saatgut zu gewinnen. Yin-Yang-Bohnen können samt der Schale gegessen werden, die sehr zart und wohlschmeckend ist. Aus den 10 Bohnen wurden ca. 150. Allerdings sind meine geernteten Bohnen nicht so perfekt wie die, die ich geschenkt bekam. Der schwarz-weiße Übergang ist oft etwas zackig und nicht ganz glatt. Nicht alle Bohnen haben einen schwarzen Punkt auf der weißen Fläche, einige haben dafür aber viele Punkte auf dem Weiß. Ihrer Schönheit und dem Geschmack kann dies aber nichts anhaben und so dürfen die Bohnen im nächsten Jahr gern wieder bei mir Einzug halten.
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Wieder da mit Treber für die Hühner
Da bin ich wieder. Das Garten-Blog lebt weiter. Warum so lang nichts von mir zu hören war? Das Netzteil meines Laptops war defekt. Ausweichen konnte ich auf Ms Laptop, allerdings muss man das Leerzeichen dort wirklich fast durch den Laptop drücken, damit es funktioniert. Nachdem ich damit ein oder zwei Zeilen geschrieben habe, bin ich schon so genervt, dass ich nur noch fluche und keine Lust mehr habe, weiter zu tippen. Aber jetzt hat mein Laptop wieder Saft und es kann hier weiter gehen. Einzige Einschränkung: Ich schreibe nur noch 2 x die Woche und nicht mehr alle zwei Tage.
Nun aber zum Thema.
Vor einer Woche haben die Jungs endlich mal wieder Bier gebraut und ich konnte den Hühnern etwas von dem Treber geben. Sie finden die weichgekochten Körner unglaublich lecker und stürzen sich darauf. Der einzige Nachteil ist, dass ich keine Möglichkeit habe, die Massen von Treber aufzubewahren, ohne dass er sofort schlecht wird. Lagert er in der Tüte draußen im Garten, riecht er spätestens nach zwei Tagen so übel, dass ich würgen muss. Hühnerfutter ist das dann längst nicht mehr.
Eigentlich wollte ich etwas von dem Treber einfrieren. Unser eigenes Gefrierfach ist aber bis oben hin vollgestopft, also blieb mir nichts anderes übrig, als auf S' Gefrierschrank im Keller auszuweichen. Ich öffnete die Tür, schaute hinein und sah eine Eiswand. Seufzend ließ ich den Kopf sinken, hoffte aber trotzdem auf ein Plätzchen für wenigstens ein oder zwei Gefrierdosen. Meine Hoffnung war vergebens. Alle Fächer waren bis obenhin gefüllt mit Tiefgefrorenem.
Frustriert schloss ich die Tür, nur um festzustellen, dass der Schrank so vereist war, dass dies nicht ging. Also taute ich ihn wenigstens grob ab. 20 Minuten später hatte ich unterkühlte Finger, der Schrank war zu und ich ging wieder nach oben. Immerhin hatte ich noch etwas Platz im Kühlschrank und dort hielt sich der Treber eine Woche. So konnte das leckere Futter für die Hühner gestreckt werden.
Sonntag gab es dann endlich die letzte Gefrierdose voll Treber und die Hühner stürzten sich wie ausgehungerte Raubtiere auf die Schale. In diesen verfressenen Momenten hat man sogar die Chance, die Hähne zu streicheln, die Henne hingegen ist ein wirklich scheues Tier geworden. Sie versteckt sich vor streichelnden Händen. Aber auch die Hähne weichen zurück und beschweren sich über die ungewollte Zuneigung.
Nun aber zum Thema.
Vor einer Woche haben die Jungs endlich mal wieder Bier gebraut und ich konnte den Hühnern etwas von dem Treber geben. Sie finden die weichgekochten Körner unglaublich lecker und stürzen sich darauf. Der einzige Nachteil ist, dass ich keine Möglichkeit habe, die Massen von Treber aufzubewahren, ohne dass er sofort schlecht wird. Lagert er in der Tüte draußen im Garten, riecht er spätestens nach zwei Tagen so übel, dass ich würgen muss. Hühnerfutter ist das dann längst nicht mehr.
Eigentlich wollte ich etwas von dem Treber einfrieren. Unser eigenes Gefrierfach ist aber bis oben hin vollgestopft, also blieb mir nichts anderes übrig, als auf S' Gefrierschrank im Keller auszuweichen. Ich öffnete die Tür, schaute hinein und sah eine Eiswand. Seufzend ließ ich den Kopf sinken, hoffte aber trotzdem auf ein Plätzchen für wenigstens ein oder zwei Gefrierdosen. Meine Hoffnung war vergebens. Alle Fächer waren bis obenhin gefüllt mit Tiefgefrorenem.
Frustriert schloss ich die Tür, nur um festzustellen, dass der Schrank so vereist war, dass dies nicht ging. Also taute ich ihn wenigstens grob ab. 20 Minuten später hatte ich unterkühlte Finger, der Schrank war zu und ich ging wieder nach oben. Immerhin hatte ich noch etwas Platz im Kühlschrank und dort hielt sich der Treber eine Woche. So konnte das leckere Futter für die Hühner gestreckt werden.
Sonntag gab es dann endlich die letzte Gefrierdose voll Treber und die Hühner stürzten sich wie ausgehungerte Raubtiere auf die Schale. In diesen verfressenen Momenten hat man sogar die Chance, die Hähne zu streicheln, die Henne hingegen ist ein wirklich scheues Tier geworden. Sie versteckt sich vor streichelnden Händen. Aber auch die Hähne weichen zurück und beschweren sich über die ungewollte Zuneigung.
Samstag, 4. Oktober 2014
Bellyve
Meine Schwester und ich schreiben sehr gern fantasievolle Geschichte, doch fehlt uns zwischenzeitlich die Muse, dies auch zu Ende zu bringen. Über eine Brieffreundschaft haben wir jetzt angefangen, eine gemeinsame Geschichte zu schreiben, die wir in einem Blog veröffentlichen. Die Geschichte heißt erst mal ganz schnöde "bellyve", was die Kombination unserer Spitznamen ist und ihr findet sie hier:
Bellyve
Falls ihr Interesse habt, lest doch einfach hinein.
Bellyve
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