Da steht er, ein kleiner dürrer Baum, von dem man nichts erwartet. Aus der Ferne ist er mehr als unscheinbar, doch von nahem betrachtet, hat er reiche Geschenke zu geben, Pflaumen - und was für welche. Beim Spaziergang entdeckten wir diesen kleinen zierlichen Baum, der unter seiner Last zusammen zu brechen drohte. Ich musste an Frau Holle denken, bei der ein Baum flehentlich darum bittet gerüttelt und geschüttelt zu werden und ich war fast schon versucht, dies zu tun, denn neben dem Baum lag ein vertrockneter abgebrochener Ast.
Wie immer hatte ich keine Tüte dabei, um mehr mitzunehmen, als in meine Hände passen. Beim Transport musste ich auch bedenken, dass ich im Zweifelsfall zwei große Hunde an der Leine halten muss. Man weiß ja nie, was so passiert. Andere Hunde, die unseren Weg kreuzen, meckernde Jäger, Fußgänger, die Angst vor großen Hunden haben ...
In meinen Hosentaschen hatten die Früchte keinen Platz, das hätte zu Mus geführt, was ich aber eindeutig im Glas oder auf dem Brötchen bevorzuge. In der Not verspeiste ich eine an Ort und Stelle, vier weitere konnte ich gerade so tragen. Gut gerüstet für alle Unwägbarkeiten beendeten wir die Runde - einen Hundenotfallplan brauchte ich nicht. Uns begegnete niemand, nicht mal ein Hase.
Den nächsten Morgen machte ich mir aus den Pflaumen ein Müsli und jetzt überlege ich, ob ich noch mehr hole. Es wäre Verschwendung, sie alle zu Boden fallen zu lassen, doch was soll ich mit all den Pflaumen anfangen? Und würden sich die hier lebenden Tiere nicht darüber freuen, alls die süßen reifen Früchte zu essen?
Mittwoch, 13. August 2014
Montag, 11. August 2014
Gewinner - Flensburger Socken
Drei Teilnehmer hatte das kleine Gewinnspiel zu den Flensburger Socken. Gewonnen hat *Trommelwirbel*
M war die Glücksfee und zog das entscheidende Los. Er war gerade auf dem Weg zum Kühlschrank, als ich ihn aufhielt.
"Kannst du mir mal helfen?"
Leicht genervt schaute er mich an, dachte wohl, er müsse wieder schwere Sachen schleppen. Ich stand vor ihm und schüttelte die drei Zettelchen kräftig durch. Dabei machte ich eine Grimasse, die er gleich imitierte.
"Zieh mal eins."
"Ach, ist das deine Verlosung?" fragte er mich interessiert.
"Ja." ich grinste ihn an und er griff nach einem der Lose. Als er den Namen sah, warf er mir einen vielsagenden Blick zu, der irgendwie so etwas bedeutete wie "Wer hätte das gedacht?"
Herzlichen Glückwunsch liebe Sarah. Ich freu mich für dich und die Strümpfe sind schon auf dem Weg zu dir. Ist ja nicht so weit ...
M war die Glücksfee und zog das entscheidende Los. Er war gerade auf dem Weg zum Kühlschrank, als ich ihn aufhielt.
"Kannst du mir mal helfen?"
Leicht genervt schaute er mich an, dachte wohl, er müsse wieder schwere Sachen schleppen. Ich stand vor ihm und schüttelte die drei Zettelchen kräftig durch. Dabei machte ich eine Grimasse, die er gleich imitierte.
"Zieh mal eins."
"Ach, ist das deine Verlosung?" fragte er mich interessiert.
"Ja." ich grinste ihn an und er griff nach einem der Lose. Als er den Namen sah, warf er mir einen vielsagenden Blick zu, der irgendwie so etwas bedeutete wie "Wer hätte das gedacht?"
Herzlichen Glückwunsch liebe Sarah. Ich freu mich für dich und die Strümpfe sind schon auf dem Weg zu dir. Ist ja nicht so weit ...
Samstag, 9. August 2014
Warum eigentlich Selbstversorgung? - Spaß
Dies wird der letzte Eintrag zum Thema "Gründe für die Selbstversorgung". Als ich mit diesem Blog startete und auch damit, dass ich mehr im Garten arbeitete, war ich vor allem wütend über unsere Industrie. Ich wollte einen Weg finden, durch den ich weniger abhängig werde von großen Konzernen. Meine Wut und auch mein Unverständnis über die Art und Weise, wie unsere Nahrung hergestellt wird, liest man in den ersten Artikeln. Die jüngeren Artikel beschäftigen sich mehr mit dem Thema der Umsetzung - es war eine unbewusste Umstellung und doch kann ich sie nachvollziehen, wenn ich nur einen Moment darüber nachdenke.
Ich habe es geschafft, meinen Hintern hoch zu bekommen und mehr - wenn auch noch lange nicht genug - für mein eigenes Essen zu tun. Ich merke, wie anstrengend und unendlich befriedigend es ist, sich um das zu kümmern, was mich wirklich am Leben erhält: Meine Nahrung. Es treibt mir den Schweiß auf die Stirn, wenn ich ein neues Beet anlege und ich habe teilweise am nächsten Tag unendlich Muskelkater, aber wenn ich dann sehe, wie etwas wächst und Früchte trägt, zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht.
Ich bin noch immer abhängig von der Industrie, kaufe noch immer das Essen, das ich brauche und ergänze das Gekaufte nur gelegentlich durch meine selbst geerntete Nahrung, doch diese wenigen Momente sind immer ein Höhepunkt im Wochenspeisenplan - sie erfüllen mich mit Stolz über meine Leistung und bringen Genuss.
Es macht Spaß, möglichst viel selbst zu sähen und zu ernten. Es macht Spaß, die Luft zu genießen und zu wissen, warum mir abends nach einem Tag graben, alle Glieder weh tun. Meine Wut schwindet Stück für Stück und macht der Freude Platz.
Ich habe es geschafft, meinen Hintern hoch zu bekommen und mehr - wenn auch noch lange nicht genug - für mein eigenes Essen zu tun. Ich merke, wie anstrengend und unendlich befriedigend es ist, sich um das zu kümmern, was mich wirklich am Leben erhält: Meine Nahrung. Es treibt mir den Schweiß auf die Stirn, wenn ich ein neues Beet anlege und ich habe teilweise am nächsten Tag unendlich Muskelkater, aber wenn ich dann sehe, wie etwas wächst und Früchte trägt, zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht.
Ich bin noch immer abhängig von der Industrie, kaufe noch immer das Essen, das ich brauche und ergänze das Gekaufte nur gelegentlich durch meine selbst geerntete Nahrung, doch diese wenigen Momente sind immer ein Höhepunkt im Wochenspeisenplan - sie erfüllen mich mit Stolz über meine Leistung und bringen Genuss.
Es macht Spaß, möglichst viel selbst zu sähen und zu ernten. Es macht Spaß, die Luft zu genießen und zu wissen, warum mir abends nach einem Tag graben, alle Glieder weh tun. Meine Wut schwindet Stück für Stück und macht der Freude Platz.
Donnerstag, 7. August 2014
Saatguternte Bamberger Blaue
Ganz gespannt erntete ich heute die ersten klappernden Hülsen meiner Bamberger Blauen. Neugierig öffnete ich die Samenhülsen - in der Hoffnung, dass sie wirklich blau-weiß sind. Und siehe da, die glitten aus ihrer trockenen Schale auf meine Hand und sie sind einfach wunderschön in ihrem blau-weiß. 18 Bohnen erntete ich insgesamt und habe somit mehr Saatgut, als ich es in diesem Jahr erhielt. Aber es sind noch jede Menge Bohnen an den Pflanzen, die ebenfalls zu Saatgut werden wollen.
Die kleinen Bohnen müssen jetzt erst nachtrocknen, bevor ich sie in eine Dose fülle und luftdicht verschließe. Im nächsten Jahr werde ich mehr Pflanzen setzen und vielleicht kann ich bereits ab nächstem Jahr Bohnen zur Weiterzucht abgeben - oder vielleicht auch schon in diesem Jahr, mal sehen, wie die Ernte wird.
Die kleinen Bohnen müssen jetzt erst nachtrocknen, bevor ich sie in eine Dose fülle und luftdicht verschließe. Im nächsten Jahr werde ich mehr Pflanzen setzen und vielleicht kann ich bereits ab nächstem Jahr Bohnen zur Weiterzucht abgeben - oder vielleicht auch schon in diesem Jahr, mal sehen, wie die Ernte wird.
Dienstag, 5. August 2014
Die Küken wachsen
Inzwischen kann man am Verhalten unserer Küken deutlich erkennen, dass wir zwei Hähne und eine Henne haben. Die Hähne stellen hin und wieder ihre Federn auf und rammen ihre stolz geschwollenen Brüste gegeneinander. Aber noch ist dieses Gehabe Spielerei und sie haben nur wenige Minuten Spaß daran. Ist das wohl ein sicheres Zeichen dafür, dass es Hähne werden oder machen Hennen das auch?
Bislang schafften es die drei, die die Namen Hinkebein, Weißfeder und Dickerchen tragen, noch nicht, aus ihrem Gehege auszubrechen, aber auf den Stall flattern sie hin und wieder hinauf. M und ich wussten von Anfang an, welche Gefahr der Stall am Rande des Zauns birgt und haben vorsorglich ein Netz darüber gespannt. Somit ist auch diese Stelle ausbruchsicher.
Auch von Tieren - außer unseren eigenen Hunden - wurden sie noch nicht behelligt. Sie wachsen und gedeihen, scharren ein wenig in ihrem Gehege herum, jagen Fliegen und picken auf, was auch immer man ihnen hinwirft. Nudeln und Käse sind ein besonderer Höhepunkt im arbeitsreichen Hühnerleben. Doch auch Brötchen oder Toastbrot werden nicht verschmäht, wenn die Stücke sich zerteilen lassen.
Das Vogelfutter für Wildvögel hat ihnen allerdings nicht so sehr gemundet und die ersten Sonnenblumenkerne keimen im Gehege. Ob die wohl den scharfen Schnäbeln unserer Hühner entgehen können und ob sie es dieses Jahr noch schaffen zu blühen? Wir haben doch schon August, dann müssten sie jetzt aber ganz schnell in die Höhe schießen.
Und wenn dann noch Zeit ist, putzen sich die kleinen das Gefieder oder dösen in der Sonne. Zum Schlafen legen sie sich dicht gedrängt zusammen, ganz wie zu Anfang.
Bislang schafften es die drei, die die Namen Hinkebein, Weißfeder und Dickerchen tragen, noch nicht, aus ihrem Gehege auszubrechen, aber auf den Stall flattern sie hin und wieder hinauf. M und ich wussten von Anfang an, welche Gefahr der Stall am Rande des Zauns birgt und haben vorsorglich ein Netz darüber gespannt. Somit ist auch diese Stelle ausbruchsicher.
Auch von Tieren - außer unseren eigenen Hunden - wurden sie noch nicht behelligt. Sie wachsen und gedeihen, scharren ein wenig in ihrem Gehege herum, jagen Fliegen und picken auf, was auch immer man ihnen hinwirft. Nudeln und Käse sind ein besonderer Höhepunkt im arbeitsreichen Hühnerleben. Doch auch Brötchen oder Toastbrot werden nicht verschmäht, wenn die Stücke sich zerteilen lassen.
Das Vogelfutter für Wildvögel hat ihnen allerdings nicht so sehr gemundet und die ersten Sonnenblumenkerne keimen im Gehege. Ob die wohl den scharfen Schnäbeln unserer Hühner entgehen können und ob sie es dieses Jahr noch schaffen zu blühen? Wir haben doch schon August, dann müssten sie jetzt aber ganz schnell in die Höhe schießen.
Und wenn dann noch Zeit ist, putzen sich die kleinen das Gefieder oder dösen in der Sonne. Zum Schlafen legen sie sich dicht gedrängt zusammen, ganz wie zu Anfang.
Sonntag, 3. August 2014
Flensburger Socken - Verlosung
In unserem Urlaub in Flensburg, begann ich ein paar Socken zu stricken, sie sind maritim blau-weiß gestreift und es dauerte wie so oft, viel länger als nötig, bis sie fertig waren. Aber hier sind sie nun.
Die blaue Wolle ist reine Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, die weiße Wolle ist eine Wollmischung, die ich unbedingt brauchte und deren Herkunft mich nicht sonderlich interessierte. Die Socken haben eine Größe zwischen 39 und 41 und sie suchen einen Besitzer, dem sie warme Füße schenken können.
Wollt ihr die Socken gewinnen, hinterlasst einen Kommentar mit eurer E-Mail Adresse. Am 11. August lose ich den Namen des Gewinners aus und veröffentliche ihn hier - natürlich bekommt derjenige auch eine Benachrichtigung von mir.
Viel Glück!
Die blaue Wolle ist reine Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, die weiße Wolle ist eine Wollmischung, die ich unbedingt brauchte und deren Herkunft mich nicht sonderlich interessierte. Die Socken haben eine Größe zwischen 39 und 41 und sie suchen einen Besitzer, dem sie warme Füße schenken können.
Wollt ihr die Socken gewinnen, hinterlasst einen Kommentar mit eurer E-Mail Adresse. Am 11. August lose ich den Namen des Gewinners aus und veröffentliche ihn hier - natürlich bekommt derjenige auch eine Benachrichtigung von mir.
Viel Glück!
Freitag, 1. August 2014
Die Erntezeit geht los!
Es ist so weit, die Erntezeit geht los. Alles was in harter Arbeit gepflanzt wurde, kann nun nach und nach geerntet werden. In der letzten Woche war ich zweimal mit den Hunden im Schrebergarten. Trotz der vielen Schnecken haben tatsächlich einige Pflanzen überlebt und werden nun von mir getötet. Probeweise zog ich vier Zwiebeln aus der Erde. Eine war von Mäusen zerfressen, aber die drei anderen sind wunderschön. Ich nahm sie gleich mit nach Hause.
Auch eine von drei Gurkenpflanzen trotzte den schleimigen Biestern. Sie trägt viele kleine Gurken, eigentlich hatte ich noch nicht mit einer Ernte gerechnet, aber als ich näher hinschaute, fand ich zwei kleine Gurken unter den stacheligen Blättern liegen. Ich pflückte sie und nahm sie mit, wo ich sie stolz M präsentierte. Er biss sofort hinein und befand sie für lecker - immerhin hat er mich auch mal beißen lassen und ich kam zum gleichen Urteil. Er war so schnell mit dem Vertilgen des kleinen Gürkchens, dass ich nur noch die letzte Verbleibende fotografieren konnte.
Die Gurkenpflanze, die mir D aus Mitleid mitbrachte, trug genau eine Gurke und ging dann ein. Was war nur mit dieser Pflanze los? Jetzt ist nichts mehr von ihr vorhanden, außer vertrocknetes Laub. Irgendwie habe ich mit dieser Pflanzengattung kein Glück. Auch meine Zucchini tragen nichts und bei dem Kürbis glaube ich erst an eine Ernte, wenn ich den ersten Kürbis von der Pflanze schneide. Naja, man lernt ja nie aus und vielleicht habe ich nächstes Jahr mehr Glück.
Auch eine von drei Gurkenpflanzen trotzte den schleimigen Biestern. Sie trägt viele kleine Gurken, eigentlich hatte ich noch nicht mit einer Ernte gerechnet, aber als ich näher hinschaute, fand ich zwei kleine Gurken unter den stacheligen Blättern liegen. Ich pflückte sie und nahm sie mit, wo ich sie stolz M präsentierte. Er biss sofort hinein und befand sie für lecker - immerhin hat er mich auch mal beißen lassen und ich kam zum gleichen Urteil. Er war so schnell mit dem Vertilgen des kleinen Gürkchens, dass ich nur noch die letzte Verbleibende fotografieren konnte.
Die Gurkenpflanze, die mir D aus Mitleid mitbrachte, trug genau eine Gurke und ging dann ein. Was war nur mit dieser Pflanze los? Jetzt ist nichts mehr von ihr vorhanden, außer vertrocknetes Laub. Irgendwie habe ich mit dieser Pflanzengattung kein Glück. Auch meine Zucchini tragen nichts und bei dem Kürbis glaube ich erst an eine Ernte, wenn ich den ersten Kürbis von der Pflanze schneide. Naja, man lernt ja nie aus und vielleicht habe ich nächstes Jahr mehr Glück.
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