Weihnachten, das Fest der Liebe, das Fest des Zusammenseins, der Familie, des Glücks, des Friedens und das Fest des hemmungslosen Konsums. Unterm Weihnachtsbaum liegen die teuersten Sachen, Liebe zeigen sich viele mit dem Preis des Geschenks. Je teurer ein Geschenk ist, desto wertvoller ist der Beschenkte für den Schenker. Nicht für mich - und deswegen müssen alle Beschenkten leiden. Außer natürlich, die Kleinigkeiten, die ich vorbereitet habe, freut meine Lieben.
Lange vor Weihnachten habe ich angefangen Socken für meine Schwester, den Freund meiner Schwester, meinen Schwager in Spe und S zu stricken. Jeder bekam ein Paar und auch wenn ich rechtzeitig angefangen hatte, habe ich zwischendurch doch wieder viel zu lange Pausen gemacht und kam zum Ende hin in leichten Stress. Naja, leicht ist gut. Für meine Mutter wollte ich ein Paar Strümpfe häkeln. Der erste war innerhalb eines halben Tages fertig, der zweite hat mich so geärgert, dass ich die Wolle entnervt in die Ecke gedonnert habe. Ich habe ihn mindestens drei Mal wieder aufgetrennt und neu angefangen.
Stattdessen habe ich noch an Heiligabend für meine Mutter Patchwork-Kissenbezüge genäht - sie sind in letzter Sekunde fertig geworden. Aber sie sind wirklich schön geworden und sind in ihren Farben. Die Kissenbezüge passen hervorragend in ihr Gästezimmer, das aussieht wie ein Prinzessinnen-Zimmer. Weil sie so gern Marmeladen Toast isst, habe ich ihr eine bunte Auswahl meiner selbstgemachten Marmeladen zusammen gestellt. Quitte, Kirsche, Bratapfel ...
Für meine Schwester habe ich zusätzlich ein Hörspiel von "Jan Tenner" auf CD bei Tauschticket ertauscht. Als Kind hatten wir eine Kassette von Jan Tenner und die Titelmelodie ist noch immer ein Ohrwurm. Und weil es passte, habe ich ihr auch das abgelegte Kindle von M geschenkt. Sie wollte sich eines kaufen, aber das habe ich ihr schnell mit dem Verweis auf ihr Weihnachtsgeschenk ausgeredet. F bekam zu den Strümpfen ein Glas Bärlauchpesto und ich konnte M eine Flasche seines selbstgebrauten Biers abschwatzen.
M habe ich - dem Konsum treu bleibend - ein Teleskop mit finanziert, das fast so groß ist, wie ich. Außerdem gab es eine Gutschein-Liste mit 12 Dingen, die ich mit ihm unternehmen will, wie z. B. der Besuch eines Planetariums in der Nähe, eine Fahrt zur Volkssternwarte, aber auch mit schönen Mädchensachen, wie Essen gehen.
Mal sehen, was ich mir für nächstes Jahr einfallen lasse. Schenken macht schon Spaß!
Mittwoch, 25. Dezember 2013
Montag, 23. Dezember 2013
Widerspenstiges Hagebuttenmus
Die Hunde und ich brauchen bei unseren Runden immer etwas Abwechslung. Ich will neues sehen und sie wollen riechen, welche Freunde und Feinde in den Revieren leben. Max muss die neuen Landstriche markieren, während Klara stolz ihren Ball trägt und uns begleitet. Die bunte Auswahl von Hunderunden beschert mir auch immer wieder neu entdeckte Schätze. Rund um unseren Heimatort habe ich inzwischen ein Waldstück gefunden, das im Frühjahr über und über mit Bärlauch bewachsen ist. Nicht weit davon entfernt wächst massenweise Waldmeister. Auf einer anderen Route wächst ein Mirabellenbaum, eingerahmt von Zwetschgenbäumen und wieder ein anderer Weg wird umsäumt von Hagebutten, während wieder andere durch Alleen von Apfel- und Birnbäumen führen.
Die Hagebutten interessierten mich enorm, wuchsen an diesem Weg doch mindestens zehn Sträucher, die über und über mit den roten Früchten behangen waren. Hagebutten waren und sind für mich eine Frucht, die vor allem zu einem einlädt: Schabernack. Die Härchen in der kleinen Frucht jucken fürchterlich und so genoss ich es als Kind, sie meinen Freunden in den Kragen zu werfen. Natürlich erging es mir nicht besser als meinen Freunden, denn eine Retourkutsche war mir immer Gewiss.
Als ich die Hecken entdeckt hatte, recherchierte ich, was man alles mit Hagebutten anstellen kann und ob sie überhaupt zu etwas zu gebrauchen seien. Ich war erstaunt. Unsere wunderschöne oft gering geschätzte Hagebutte ist in dieser Gegend DER Vitamin C Spender. Im Internet fand ich ein Rezept zu Hagebuttenmus, das natürlich nicht mehr zu finden war, als ich es ausprobieren wollte. Ich wartete bis Ende November, bei uns hatte es schon einmal kurz geschneit und natürlich gab es auch Frost. Durch die Kälte wurden die kleinen roten Früchte weich und ich sammelte die matschigsten unter ihnen, um sie weiter zu verarbeiten. Etwa 300 Gramm sammelte ich, während die Hunde gelangweilt neben mir standen. Max fraß Gras, Klara forderte mich mit leidenden Blicken auf, ihren Ball zu werfen.
Zuhause angekommen machte ich mich sofort ans Werk. Die Blütenreste schnitt ich mit einem scharfen Messer ab. Die Früchte wanderten in ein Sieb, die Blütenreste, die zum Teil wie dicke Spinnen aussahen, kamen in die Kompostschüssel.
Anschließend wusch ich die Hagebutten kurz unter kaltem Wasser ab und drückte sie durch ein Sieb. Den Anfang machte ich mit einem Caipirinha Stösel. Erst einmal grob vorarbeiten, um die kernige Masse anschließend durch das Sieb zu drücken. Dabei lernte ich, dass es einfacher ist, wenn man nur kleine Mengen durch das Sieb zu drücken. Das Mus habe ich immer wieder mit einem Messer an der Unterseite des Siebs abgeschabt. Viel übrig geblieben ist nicht, nur etwa 130 g und diese kleine Menge hat gehörig viel Arbeit gemacht.
Das Hagebuttenmus mischte ich mit der gleichen Menge Honig und goss es dann vorsichtig, ohne etwas zu verschwenden, in ein Glas. Angeblich soll das Mus ein halbes Jahr halten, wenn ich es nicht vorher esse.
Klara leistete mir sogar beim Zubereiten des Mus Gesellschaft, obwohl ich sie schon vorher beim Spaziergang wegen der Hagebutten schändlich missachtet hatte.
Die Hagebutten interessierten mich enorm, wuchsen an diesem Weg doch mindestens zehn Sträucher, die über und über mit den roten Früchten behangen waren. Hagebutten waren und sind für mich eine Frucht, die vor allem zu einem einlädt: Schabernack. Die Härchen in der kleinen Frucht jucken fürchterlich und so genoss ich es als Kind, sie meinen Freunden in den Kragen zu werfen. Natürlich erging es mir nicht besser als meinen Freunden, denn eine Retourkutsche war mir immer Gewiss.
Als ich die Hecken entdeckt hatte, recherchierte ich, was man alles mit Hagebutten anstellen kann und ob sie überhaupt zu etwas zu gebrauchen seien. Ich war erstaunt. Unsere wunderschöne oft gering geschätzte Hagebutte ist in dieser Gegend DER Vitamin C Spender. Im Internet fand ich ein Rezept zu Hagebuttenmus, das natürlich nicht mehr zu finden war, als ich es ausprobieren wollte. Ich wartete bis Ende November, bei uns hatte es schon einmal kurz geschneit und natürlich gab es auch Frost. Durch die Kälte wurden die kleinen roten Früchte weich und ich sammelte die matschigsten unter ihnen, um sie weiter zu verarbeiten. Etwa 300 Gramm sammelte ich, während die Hunde gelangweilt neben mir standen. Max fraß Gras, Klara forderte mich mit leidenden Blicken auf, ihren Ball zu werfen.
Zuhause angekommen machte ich mich sofort ans Werk. Die Blütenreste schnitt ich mit einem scharfen Messer ab. Die Früchte wanderten in ein Sieb, die Blütenreste, die zum Teil wie dicke Spinnen aussahen, kamen in die Kompostschüssel.
Anschließend wusch ich die Hagebutten kurz unter kaltem Wasser ab und drückte sie durch ein Sieb. Den Anfang machte ich mit einem Caipirinha Stösel. Erst einmal grob vorarbeiten, um die kernige Masse anschließend durch das Sieb zu drücken. Dabei lernte ich, dass es einfacher ist, wenn man nur kleine Mengen durch das Sieb zu drücken. Das Mus habe ich immer wieder mit einem Messer an der Unterseite des Siebs abgeschabt. Viel übrig geblieben ist nicht, nur etwa 130 g und diese kleine Menge hat gehörig viel Arbeit gemacht.
Das Hagebuttenmus mischte ich mit der gleichen Menge Honig und goss es dann vorsichtig, ohne etwas zu verschwenden, in ein Glas. Angeblich soll das Mus ein halbes Jahr halten, wenn ich es nicht vorher esse.
Klara leistete mir sogar beim Zubereiten des Mus Gesellschaft, obwohl ich sie schon vorher beim Spaziergang wegen der Hagebutten schändlich missachtet hatte.
Freitag, 20. Dezember 2013
Die Schafe im Garten von S
Unsere Mitbewohnerin und Schwägerin in Spe hat sich in diesem Jahr ein 3000 m² großes Grundstück gekauft. S ist so ziemlich die fleißigste Person, die ich kenne. Ich bewundere immer wieder, mit welchem Elan sie die Dinge angeht. Wo ich Monate brauche, um mich aufzuraffen endlich ein winziges Beet zu graben, steht sie mit einer Motorsäge im Garten und fällt Bäume, zieht die Wurzeln mit einem Traktor aus dem Rasen, recht Laub zusammen, baut Vogelhäuser und Schafstall. Es ist wirklich beeindruckend, wie viel sie auf die Reihe bekommt und mit welchem Spaß sie bei der Sache ist. Ich hingegen muss mich immer überreden, etwas anderes zu machen, als auf dem Sofa zu sitzen.
Nachdem S das Grundstück kaufte, recherchierte welche Schafrasse zu ihr passt, denn für sie war klar, dass auf das Grundstück Schafe müssten. Französische Zwergschafe schienen ihr genau das Richtige für den Garten zu sein und so fuhr sie kurzerhand los und holte sich zwei der Kniehohen Minischafe, die sogar kleiner sind als unsere Hunde. Die beiden haben wunderschöne dunkelbraune Locken und der Herr trägt prächtige Hörner auf seiner Stirn. Gleich nach ihrem Einzug standen M, S und ich in dem Garten und suchten nach Namen. Bertha und Henry wurden sie getauft.
Laut der ehemaligen Besitzerin sollen Bertha mit etwas Glück bereits im Frühjahr ein Lamm bekommen. Wir hoffen natürlich, dass es eine Aue (also ein weibliches Schaf) wird, denn zwei Herren würden sich wohl unweigerlich um die Gunst der einzig vorhandenen Dame streiten. Wird es ein Bock, so kommt er vielleicht in unseren Garten am Haus und kann dort den Rasen mähen und seine Köttel verteilen. S freut sich schon auf den Nachwuchs und träumt davon, eigenen Schafskäse zu machen, falls die kleine Bertha so viel Milch gibt.
Ich hingegen freue mich auf die erste Schafschur. Ich will das Vlies zu Wolle verarbeiten, aus der ich Strümpfe stricken kann. Das erste paar Strümpfe wird dann S bekommen. Ich bin sehr gespannt, ob ich das hinbekomme. Ich freue mich auf alle Fälle schon sehr darauf. Jetzt muss ich nur auf ein Spinnrad sparen. Vielleicht sollte ich auch nach einem weißen französischen Zwergschaf Ausschau halten, das könnte die kleine Zucht erweitern und es liefert Wolle, die ich einfärben kann. Oder sollte ich S zu Alpakas raten?
Nachdem S das Grundstück kaufte, recherchierte welche Schafrasse zu ihr passt, denn für sie war klar, dass auf das Grundstück Schafe müssten. Französische Zwergschafe schienen ihr genau das Richtige für den Garten zu sein und so fuhr sie kurzerhand los und holte sich zwei der Kniehohen Minischafe, die sogar kleiner sind als unsere Hunde. Die beiden haben wunderschöne dunkelbraune Locken und der Herr trägt prächtige Hörner auf seiner Stirn. Gleich nach ihrem Einzug standen M, S und ich in dem Garten und suchten nach Namen. Bertha und Henry wurden sie getauft.
Laut der ehemaligen Besitzerin sollen Bertha mit etwas Glück bereits im Frühjahr ein Lamm bekommen. Wir hoffen natürlich, dass es eine Aue (also ein weibliches Schaf) wird, denn zwei Herren würden sich wohl unweigerlich um die Gunst der einzig vorhandenen Dame streiten. Wird es ein Bock, so kommt er vielleicht in unseren Garten am Haus und kann dort den Rasen mähen und seine Köttel verteilen. S freut sich schon auf den Nachwuchs und träumt davon, eigenen Schafskäse zu machen, falls die kleine Bertha so viel Milch gibt.
Ich hingegen freue mich auf die erste Schafschur. Ich will das Vlies zu Wolle verarbeiten, aus der ich Strümpfe stricken kann. Das erste paar Strümpfe wird dann S bekommen. Ich bin sehr gespannt, ob ich das hinbekomme. Ich freue mich auf alle Fälle schon sehr darauf. Jetzt muss ich nur auf ein Spinnrad sparen. Vielleicht sollte ich auch nach einem weißen französischen Zwergschaf Ausschau halten, das könnte die kleine Zucht erweitern und es liefert Wolle, die ich einfärben kann. Oder sollte ich S zu Alpakas raten?
Mittwoch, 18. Dezember 2013
Warum eigentlich Selbstversorgung? - Zurück zu den Wurzeln
Ich gebe es zu. Ich war eine leidenschaftliche World of Warcraft Spielerin. Dieses Online Rollenspiel habe ich sicherlich drei Jahre lang gespielt und war die ganze Zeit ununterbrochen fasziniert davon. Meine Schwester spielte das Spiel auch und somit bot es uns eine Plattform uns auch ohne Telefon - das wir beide nicht gern benutzen - auszutauschen. Ich spielte und chattete mit meiner Schwester. Mein Charakter wuchs, lernte allerhand Berufe, wie Kochkunst, Alchemie, Kräuter sammeln, Heilkunde und ich tauschte die erzeugten Gegenstände entweder gewinnbringend im Auktionshaus ein oder legte sie auf die Gildenbank, wo sich die Mitglieder meiner Gilde bedienen konnten. Ich tauschte also auch im Internet Dinge, die ich übrig hatte, gegen Dinge, die ich selbst brauchte.
Es dauerte wirklich lang, bis das Spiel seinen Reiz verlor und auch heute denke ich wehmütig an die bunte Pixelwelt zurück, in der ich fast jeden Abend und jedes Wochenende verbrachte, in der ich sogar das Silvesterfeuerwerk über Shattrath anschaute, statt den echten Lichtblitzen am Himmel nachzuschauen.
Aber was hat denn ein Online Rollenspiel mit diesem Post zu tun? Ganz einfach. Ich habe irgendwann eingesehen, dass ich mich selbst weiter entwickeln muss. Nicht mein Pixel-Charakter in WOW sollte neue Rezepte lernen, sondern ich. Meine Untote-Magierin muss nicht das 50. Gewand schneidern lernen, sondern ich sollte das mit einer Nähmaschine für mich tun. Die Troll-Schamanin soll nicht mehr wissen, welches Kraut für welchen Trank notwendig ist, sondern ich sollte wissen, wo ich Hagebutten und Bärlauch sammeln kann, um daraus kleine Köstlichkeiten herzustellen. Stricken lernen, meine Kochkünste erweitern, ein bisschen Kräuterkunde für den Hausgebrauch erlernen ... in dieser Welt gibt es so viel echtes zu entdecken und lernen, dass ich mich nicht länger ausschließlich mit der heilen Online-Welt beschäftigen will, die mich selbst kein Stück weiter bringt, denn ist der Rechner aus, bringt es mir das Wissen darüber, welche Pixelzusammenstellung ein Eisdorn ist, nichts.
Ich will das echte Leben leben, es spüren, riechen, schmecken und nicht nur irgendetwas auf einem Bildschirm sehen und aus einem Headset hören. Ich will meine Hände schmutzig machen, wenn ich in der kalten feuchten Erde grabe, will mir die Finger an Brennnesseln verbrennen und stolpernd durch den Wald laufen auf der Suche nach Pilzen.
Inzwischen besitze ich nur noch einen Laptop, der zum Blogschreiben prima geeignet ist, mit dem ich aber glücklicherweise nicht zocken kann. Wenn ich zocken will, muss ich Ms Rechner benutzen und der braucht ihn meist selbst, so müssen wir uns darauf einigen, wer wann spielen darf und das ist bei weitem nicht mehr so häufig, wie damals. Blöderweise hat M gerade ein Spiel entdeckt, das WOW sehr ähnlich ist und dessen Charme ich gerade zu erliegen drohe.
Es dauerte wirklich lang, bis das Spiel seinen Reiz verlor und auch heute denke ich wehmütig an die bunte Pixelwelt zurück, in der ich fast jeden Abend und jedes Wochenende verbrachte, in der ich sogar das Silvesterfeuerwerk über Shattrath anschaute, statt den echten Lichtblitzen am Himmel nachzuschauen.
Aber was hat denn ein Online Rollenspiel mit diesem Post zu tun? Ganz einfach. Ich habe irgendwann eingesehen, dass ich mich selbst weiter entwickeln muss. Nicht mein Pixel-Charakter in WOW sollte neue Rezepte lernen, sondern ich. Meine Untote-Magierin muss nicht das 50. Gewand schneidern lernen, sondern ich sollte das mit einer Nähmaschine für mich tun. Die Troll-Schamanin soll nicht mehr wissen, welches Kraut für welchen Trank notwendig ist, sondern ich sollte wissen, wo ich Hagebutten und Bärlauch sammeln kann, um daraus kleine Köstlichkeiten herzustellen. Stricken lernen, meine Kochkünste erweitern, ein bisschen Kräuterkunde für den Hausgebrauch erlernen ... in dieser Welt gibt es so viel echtes zu entdecken und lernen, dass ich mich nicht länger ausschließlich mit der heilen Online-Welt beschäftigen will, die mich selbst kein Stück weiter bringt, denn ist der Rechner aus, bringt es mir das Wissen darüber, welche Pixelzusammenstellung ein Eisdorn ist, nichts.
Ich will das echte Leben leben, es spüren, riechen, schmecken und nicht nur irgendetwas auf einem Bildschirm sehen und aus einem Headset hören. Ich will meine Hände schmutzig machen, wenn ich in der kalten feuchten Erde grabe, will mir die Finger an Brennnesseln verbrennen und stolpernd durch den Wald laufen auf der Suche nach Pilzen.
Inzwischen besitze ich nur noch einen Laptop, der zum Blogschreiben prima geeignet ist, mit dem ich aber glücklicherweise nicht zocken kann. Wenn ich zocken will, muss ich Ms Rechner benutzen und der braucht ihn meist selbst, so müssen wir uns darauf einigen, wer wann spielen darf und das ist bei weitem nicht mehr so häufig, wie damals. Blöderweise hat M gerade ein Spiel entdeckt, das WOW sehr ähnlich ist und dessen Charme ich gerade zu erliegen drohe.
Dienstag, 17. Dezember 2013
Pfefferminz- und Apfeltee
Die Thymianausbeute in diesem Jahr ist winzig. Die paar Blättchen, die ich getrocknet habe, reichen vielleicht für 2 Kannen Tee, wenn überhaupt. Es gibt also erst wieder Thymiantee, wenn M oder ich erkältet sind. Falls wir gesund bleiben, wandert der Thymian ans Essen.
Anders sieht es bei den Pfefferminzblättern aus. Nachdem sie innerhalb weniger Tage trockneten, habe ich sie von den Stengeln gestreift und in große Gläser gefüllt. Es hat für immerhin ein und einhalbes großes Glas mit einem Fassungsvermögen von 600 ml gereicht. Daraus lässt sich die ein oder andere Kanne Tee kochen.
Tatsächlich trinke ich fleißig den selbst angebauten Pfefferminztee. Goldgrün ist er kurz nachdem er gebrüht wurde, er ändert seine Farbe aber schnell in ein warmes Bronze. Je länger er zieht, desto intensiver wird die Farbe. Mein eigener Tee ist erdiger als der, den man in Beuteln kaufen kann und während meiner Erkältungszeit hat er im Gegensatz zu dem gekauften Tee, meinen Hals nicht über die Maßen ausgetrocknet.
Auch die Apfelernte war reichlich. Ich habe mich entschieden, die getrockneten Ringe in Stücke zu schneiden, um sie dann als Tee aufzukochen. Die erste Ladung habe ich fertig gemacht und in ein Glas abgefüllt, weitere Ringe hängen wieder zwischen den Hemden und verlieren langsam ihre Feuchtigkeit. Wenn auch sie trocken sind, wandern sie ebenfalls mit in das Glas. Ich freue mich schon darauf, den Tee probieren zu können. Irgendwann die Tage muss er unbedingt getestet werden.
Anders sieht es bei den Pfefferminzblättern aus. Nachdem sie innerhalb weniger Tage trockneten, habe ich sie von den Stengeln gestreift und in große Gläser gefüllt. Es hat für immerhin ein und einhalbes großes Glas mit einem Fassungsvermögen von 600 ml gereicht. Daraus lässt sich die ein oder andere Kanne Tee kochen.
Tatsächlich trinke ich fleißig den selbst angebauten Pfefferminztee. Goldgrün ist er kurz nachdem er gebrüht wurde, er ändert seine Farbe aber schnell in ein warmes Bronze. Je länger er zieht, desto intensiver wird die Farbe. Mein eigener Tee ist erdiger als der, den man in Beuteln kaufen kann und während meiner Erkältungszeit hat er im Gegensatz zu dem gekauften Tee, meinen Hals nicht über die Maßen ausgetrocknet.
Auch die Apfelernte war reichlich. Ich habe mich entschieden, die getrockneten Ringe in Stücke zu schneiden, um sie dann als Tee aufzukochen. Die erste Ladung habe ich fertig gemacht und in ein Glas abgefüllt, weitere Ringe hängen wieder zwischen den Hemden und verlieren langsam ihre Feuchtigkeit. Wenn auch sie trocken sind, wandern sie ebenfalls mit in das Glas. Ich freue mich schon darauf, den Tee probieren zu können. Irgendwann die Tage muss er unbedingt getestet werden.
Sonntag, 15. Dezember 2013
Weihnachtsbäckerei
Hohoho!
Kurz vor Weihnachten ist eines unglaublich wichtig: Plätzchen backen und das in rauen Mengen. Meine Mutter, meine Schwester und ich treffen uns jedes Jahr, um Spritzgebäck zu machen. Wir sind ein gut eingespieltes Team. Ich habe den lockersten Job, ich stehe am Fleischwolf, der von der Mixi angetrieben wird und drücke den zuvor in kleine Stücke geschnittenen Teig in den Fleischwolf hinein. Meine Mutter nimmt die Plätzchen ab und legt sie auf die vorbereiteten Bleche. Meine Schwester hat den stressigsten Job, nie würde ich tauschen wollen mit ihr. Sie muss die Plätzchen im Ofen überwachen und die schon fertigen mit Schokolade überziehen und in Zuckerperlen wälzen. Sie liebt es, sagt sie. Hoffentlich liebt sie es, bis wir zu alt sind, um gemeinsam Plätzchen zu backen.
Insgesamt haben wir 8 kg Teig verarbeitet. Letztes Jahr haben wir aus 6 kg Teig etwa 1200 Plätzchen gemacht, dieses Jahr müssten es also 1600 gewesen sein. Wir haben leider nicht die Bleche gezählt, das ist in der Hektik untergegangen.
Überwacht wurden wir bei unserem Tun von vier Hunden - Emiliy (der Hund meiner Mutter), Migas (der Hund meiner Schwester), Max und Klara (die Hunde von M und mir). Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nur meine Hunde abgelichtet habe, aber die zwei anderen werden mir sicherlich auch bald genug vor die Kamera laufen..
Klara bewacht den Tisch, auf dem die fertigen Plätzchen stehen.
Max liegt mitten im Flur, mit bester Sicht auf die Küche und den Plätzchentisch.
Die Plätzchen werden wohl wie jedes Jahr schon vor Weihnachten verspeist werden. In diesem Sinne wünsche ich eine ruhige Vorweihnachtszeit mit kühlen Weihnachtsmarkt-Besuchen, heißem Glühwein und lieben Menschen. Falalala Falalala.
Kurz vor Weihnachten ist eines unglaublich wichtig: Plätzchen backen und das in rauen Mengen. Meine Mutter, meine Schwester und ich treffen uns jedes Jahr, um Spritzgebäck zu machen. Wir sind ein gut eingespieltes Team. Ich habe den lockersten Job, ich stehe am Fleischwolf, der von der Mixi angetrieben wird und drücke den zuvor in kleine Stücke geschnittenen Teig in den Fleischwolf hinein. Meine Mutter nimmt die Plätzchen ab und legt sie auf die vorbereiteten Bleche. Meine Schwester hat den stressigsten Job, nie würde ich tauschen wollen mit ihr. Sie muss die Plätzchen im Ofen überwachen und die schon fertigen mit Schokolade überziehen und in Zuckerperlen wälzen. Sie liebt es, sagt sie. Hoffentlich liebt sie es, bis wir zu alt sind, um gemeinsam Plätzchen zu backen.
Insgesamt haben wir 8 kg Teig verarbeitet. Letztes Jahr haben wir aus 6 kg Teig etwa 1200 Plätzchen gemacht, dieses Jahr müssten es also 1600 gewesen sein. Wir haben leider nicht die Bleche gezählt, das ist in der Hektik untergegangen.
Überwacht wurden wir bei unserem Tun von vier Hunden - Emiliy (der Hund meiner Mutter), Migas (der Hund meiner Schwester), Max und Klara (die Hunde von M und mir). Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nur meine Hunde abgelichtet habe, aber die zwei anderen werden mir sicherlich auch bald genug vor die Kamera laufen..
Klara bewacht den Tisch, auf dem die fertigen Plätzchen stehen.
Max liegt mitten im Flur, mit bester Sicht auf die Küche und den Plätzchentisch.
Die Plätzchen werden wohl wie jedes Jahr schon vor Weihnachten verspeist werden. In diesem Sinne wünsche ich eine ruhige Vorweihnachtszeit mit kühlen Weihnachtsmarkt-Besuchen, heißem Glühwein und lieben Menschen. Falalala Falalala.
Samstag, 14. Dezember 2013
Das Drama mit dem Komposthaufen
Kompost: Dünger, Wasserspeicher, Bodenverbesserer. Das schwarze Gold eines Gärtners, günstig, nachhaltig, ein kleines lebendiges Wunder. Muss ich auch haben! Unbedingt! Dachte ich mir und fing an.
Als ich zu M zog, bewunderte ich den riesigen Komposthaufen im Garten und freute mich darauf, ihn ihm nächsten Jahr durchsieben und verwenden zu können. All meine Küchenabfälle landeten auf dem Komposthaufen. Durch ein schlaues Buch lernte ich, dass auf einen Kompost nicht nur frische grüne Abfälle gehören sondern auch Holz, Alternativ Pappe und Papier. Also warf ich auch fleißig ein wenig Pappe und Papier mit auf den Komposthaufen.
Im Frühjahr machte ich mich dann also an den Komposthaufen ran. Ich grub ein wenig in den Haufen hinein und förderte Erde heraus. Die duftend schwarze Erde war durchzogen von Kronkorken, Plastikstücken, dicken Ästen (ich glaube einer davon war sogar ein Besenstiel) und etwas, das aussah wie Lametta, das sein glänzendes Silber verloren hatte. Ich erwartete, auf einen Weihnachtsbaum zu stoßen, wenn ich weiter grub und beendete mein Projekt betrübt. Kurzerhand fuhr ich mit M in einen Baumarkt, um einen Schnellkomposter zu besorgen. Ich wollte Kompost und zwar schnell. Wir kauften einen günstigen grünen Plastik-Komposter und stellten ihn neben den Schrott-Kompost, wie ich ihn taufte. Hinein wanderte alles, was grün war und im Sommer machte ich Streifzüge durch den Garten, um noch etwas mehr zu finden, was ich mit auf den Haufen werfen konnte. Sogar D brachte ihre Küchenabfälle mit, um sie mir zu schenken.
Der Kompost verrottete wunderschön. Das neue Grün zerfiel schneller, als ich etwas nachwerfen konnte. Jede Menge Lebewesen wuselten in den Abfällen herum und verarbeiteten sie zu schwarzer Erde. Mein Herz schlug höher, im nächsten Jahr könnte ich für mein Versuchsbeet den eigenen Kompost benutzen.
Weit gefehlt. Mein Kompost fiel genau wie der Kürbis dem Wegbau zum Opfer. Der neue Gartenweg sollte breiter werden also musste mein Kompost weichen. Der Inhalt meiner grünen Tonne wanderte auf den Schrottkompost, ohne dass ich gefragt wurde, der Behälter wurde lieblos einige Meter weiter auf den Rasen befördert. Wöchentlich fragte ich unsere Handwerker, wann ich meinen Komposter endlich wieder aufstellen dürfe, bekam aber immer wieder die Antwort: Dauert noch. Meine Küchenabfälle sammelte ich in der Zwischenzeit in einer großen Wanne, damit der neue Komposthaufen sofort nach Aufstellung wieder befüllt werden konnte.
Irgendwann, der Weg war fast fertig, verließ mich die Geduld. Es war absehbar, bis wohin die Handwerker den Weg bauen würden. Die Wanne mit den Küchenabfällen war mit Regenwasser voll gelaufen, stank erbärmlich und die Abfälle quollen beinahe über. Ich entschied mich also, die kleine grüne Plastikkiste wieder aufzustellen und tatsächlich stand sie niemandem im Weg, vor allem stand sie nicht dem neuen Weg im Weg.
Jetzt sammele ich wieder fleißig, wobei ich nicht glaube, dass ich aus diesem kleinen Komposter schon im Frühjahr Erde raus holen werde. Aber S und ich haben uns vorgenommen, den Schrottkompost zusammen durch zu sieben, ihn dort zu entfernen und ein Kräuterhochbeet zu mauern, das wir mit den schwer verrotbaren Ästen und Besentstielen befüllen können. Die gute Erde aus dem Kompost werden wir unter uns aufteilen. Sie bekommt einen Teil und ich, denn Gärten haben wir beide.
Als ich zu M zog, bewunderte ich den riesigen Komposthaufen im Garten und freute mich darauf, ihn ihm nächsten Jahr durchsieben und verwenden zu können. All meine Küchenabfälle landeten auf dem Komposthaufen. Durch ein schlaues Buch lernte ich, dass auf einen Kompost nicht nur frische grüne Abfälle gehören sondern auch Holz, Alternativ Pappe und Papier. Also warf ich auch fleißig ein wenig Pappe und Papier mit auf den Komposthaufen.
Im Frühjahr machte ich mich dann also an den Komposthaufen ran. Ich grub ein wenig in den Haufen hinein und förderte Erde heraus. Die duftend schwarze Erde war durchzogen von Kronkorken, Plastikstücken, dicken Ästen (ich glaube einer davon war sogar ein Besenstiel) und etwas, das aussah wie Lametta, das sein glänzendes Silber verloren hatte. Ich erwartete, auf einen Weihnachtsbaum zu stoßen, wenn ich weiter grub und beendete mein Projekt betrübt. Kurzerhand fuhr ich mit M in einen Baumarkt, um einen Schnellkomposter zu besorgen. Ich wollte Kompost und zwar schnell. Wir kauften einen günstigen grünen Plastik-Komposter und stellten ihn neben den Schrott-Kompost, wie ich ihn taufte. Hinein wanderte alles, was grün war und im Sommer machte ich Streifzüge durch den Garten, um noch etwas mehr zu finden, was ich mit auf den Haufen werfen konnte. Sogar D brachte ihre Küchenabfälle mit, um sie mir zu schenken.
| Klara zwischen dem Schrott-Kompost und dem Schnellkomposter |
Der Kompost verrottete wunderschön. Das neue Grün zerfiel schneller, als ich etwas nachwerfen konnte. Jede Menge Lebewesen wuselten in den Abfällen herum und verarbeiteten sie zu schwarzer Erde. Mein Herz schlug höher, im nächsten Jahr könnte ich für mein Versuchsbeet den eigenen Kompost benutzen.
Weit gefehlt. Mein Kompost fiel genau wie der Kürbis dem Wegbau zum Opfer. Der neue Gartenweg sollte breiter werden also musste mein Kompost weichen. Der Inhalt meiner grünen Tonne wanderte auf den Schrottkompost, ohne dass ich gefragt wurde, der Behälter wurde lieblos einige Meter weiter auf den Rasen befördert. Wöchentlich fragte ich unsere Handwerker, wann ich meinen Komposter endlich wieder aufstellen dürfe, bekam aber immer wieder die Antwort: Dauert noch. Meine Küchenabfälle sammelte ich in der Zwischenzeit in einer großen Wanne, damit der neue Komposthaufen sofort nach Aufstellung wieder befüllt werden konnte.
Irgendwann, der Weg war fast fertig, verließ mich die Geduld. Es war absehbar, bis wohin die Handwerker den Weg bauen würden. Die Wanne mit den Küchenabfällen war mit Regenwasser voll gelaufen, stank erbärmlich und die Abfälle quollen beinahe über. Ich entschied mich also, die kleine grüne Plastikkiste wieder aufzustellen und tatsächlich stand sie niemandem im Weg, vor allem stand sie nicht dem neuen Weg im Weg.
Jetzt sammele ich wieder fleißig, wobei ich nicht glaube, dass ich aus diesem kleinen Komposter schon im Frühjahr Erde raus holen werde. Aber S und ich haben uns vorgenommen, den Schrottkompost zusammen durch zu sieben, ihn dort zu entfernen und ein Kräuterhochbeet zu mauern, das wir mit den schwer verrotbaren Ästen und Besentstielen befüllen können. Die gute Erde aus dem Kompost werden wir unter uns aufteilen. Sie bekommt einen Teil und ich, denn Gärten haben wir beide.
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