Vor ein paar Wochen fragte meine Schwester, ob ich Quitten haben wolle. Ihr Nachbar hätte einen Baum und der hinge voll mit den gelben Früchten. Er wolle sie selbst nicht verarbeiten. Ich willigte ein und freute mich. Im Internet suchte ich gleich nach passenden Rezepten für Quittenmarmelade, stellte aber schnell fest, dass man aus Quitten eher Gelee macht.
Meine Schwester brachte mir eine Tüte mit etwa 20 sehr großen Früchten, die alle einen kleinen Pelz über der leuchtend gelben Haut trugen. "Mein Nachbar wünscht dir viel Spaß. Er sagt sie sind so hart, dass man sie kaum schneiden kann." sagte sie bei der Übergabe, was mich um ehrlich zu sein ein wenig demotivierte, aber ich hoffte auf die scharfe Klinge meines Küchenmessers. Als ich meiner Mutter von meinem Vorhaben erzählte, sagte sie mir, dass sie Quitten nicht mag. Die seien so bitter und man müsse an das Gelee immer auch eine andere Frucht machen, damit das Gelee überhaupt genießbar würde.
Zähneknirschend stand ich in der Küche. Im Internet las sich die Zubereitung sehr einfach. Quitten von ihrem Pelz befreien, in Würfel schneiden, Kerngehäuse darf drin bleiben und in Wasser kochen, bis sie weich sind (Alternativ kann man sie auch in irgendwelchen Säften kochen). Die gekochte Brühe durch einen Sieb ablassen (am besten über Nacht) und dann mit Gelierzucker einkochen. Gesagt getan. Ich machte mich ans Werk. Nach meinem Nashi Unfall wusste ich, dass ich besser mit kleinen Portionen anfangen sollte. Ich kaufte mir dieses Mal auch fertigen Gelierzucker, weil ich dem einfachen Gelier-fix die Schuld daran gab, dass meine Nashi-Konfitüre missraten ist (obwohl es vermutlich eher an einem Rechenfehler von mir lag, aber wen interessiert das schon). Mit meinem scharfen Kochmesser ließen sich die Quitten gut zerlegen. Es war zugegebenermaßen nicht einfach und ich musste etwas Druck aufbringen, aber nach den demotivierenden Worten des Nachbarn meiner Schwester hatte ich schlimmeres erwartet.
Die erste Ladung kochte ich in Wasser mit einer Vanilleschote und Bittermandel-Aroma. Hierfür nutzte ich gerade einmal drei Früchte, die zusammen aber schon 1 kg wogen. Das Gelee gelang und so machte ich mich an die Verarbeitung der restlichen Früchte. Die meisten kochte ich mit einer Mischung aus Wasser, Orangen- und Zitronensaft, gespickt mit Scheiben von Ingwer und einen weiteren kleineren Teil kochte ich in einer Birnenwasser-Mischung mit einer Vanilleschote.
Heraus kamen etwa 20 Gläser in unterschiedlichen Größen und 4 Geschmacksrichtungen. Ich hätte gern noch weiter experimentiert, aber die Quitten waren alle aufgebraucht. Vielleicht habe ich das Glück, nächstes Jahr wieder welche zu bekommen.
Die ausgekochten Reste wanderten übrigens auf den Kompost. Man kann daraus wohl auch noch Quittenbrot machen, aber dafür reichte meine Motivation nicht aus und Brot war im Überfluss vorhanden. M fragte allerdings danach und falls nächstes Jahr wieder ein Quittenjahr wird, werde ich ihm den Gefallen tun.
Bei solchen Gelegenheiten frage ich mich ja immer wieder: Wie viel Marmelade, Gelee, Konfitüre brauchen wir, um ein ganzes Jahr nichts zukaufen zu müssen und damit auch noch unsere Freunde und Familien zu beschenken? Das werden wir wohl mit den Jahren lernen. Es darf nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig sein.
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Dienstag, 10. Dezember 2013
Warum eigentlich Selbstversorgung - Müll
"3,5 Millionen Tonnen Müll produziert die Weltbevölkerung jeden Tag. Die Auswirkungen auf den Planeten sind immens, ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht." Schrieb die Zeit online in einem Artikel. Bis 2025 wird sich unser Müllaufkommen sogar verdoppeln. In den Ozeanen bilden sich riesige Inseln aus Plastikmüll, Meerestiere fressen Plastiktüten und verenden hungrig mit gefülltem Bauch.
In einem Bericht habe ich von einem Indianervolk gelesen, das auf einem Berg lebt. Seit Generationen werfen sie ihren Müll einfach den Berg hinunter. Früher war das kein Problem. Knochen und Fleischreste wurden von Tieren gefressen, alles andere verrottete und wurde zu Erde. Dieses Indianervolk macht das heute noch immer und am Fuße des Berges bilden sich Müllberge aus Materialien die nicht oder sehr langsam verrotten. Wir machen es nicht anders, nur dass wir unseren Müll sauber entsorgen lassen. Es fällt uns nicht auf, wie viel Müll wir eigentlich produzieren.
Inzwischen muss ich beim Einkaufen häufig über den Müll nachdenken, den ich mit meinem Kaufverhalten erzeuge. Eine Plastiktüte mit einzeln abgepackten Bonbons, Clementinen in einem Plastiknetz, geknackte Nüsse in einem Plastikbeutel, Sojamilch im Tetrapack, Hundefutter aus der Dose ... Auch wenn M und ich versuchen wenig Müll zu machen und wir unseren Müll sorgfältig trennen, so wandert letztendlich doch viel Müll in die unterschiedlichen Tonnen. Wir versuchen Müll zu vermeiden oder ihn wenigstens zu reduzieren. Statt der einzeln verpackten Schoktaler gibt es eine Tafel Schokolade. Das meiste Gemüse bestelle ich bei einem Bio-Lieferanten, der die Sachen in Maisstärkebeuteln oder Papptüten verpackt.
Durch den Anbau im eigenen Garten erhoffe ich mir, dass wir unseren Müll noch weiter reduzieren können. Nüsse könnten direkt vom Baum kommen, die Sojamilch aus eigenen Bohnen hergestellt werden. Beim Selbstanbau bleiben viele Pflanzenreste als Müll zurück, die können aber kompostiert und als nahrhafte Erde zurück auf das Beet gebracht werden, die dann wiederum neuen Pflanzen ideale Wachstumsbedingungen verschafft.
Selbstversorgung heißt für mich, zurück in einen Kreislauf kommen.
In einem Bericht habe ich von einem Indianervolk gelesen, das auf einem Berg lebt. Seit Generationen werfen sie ihren Müll einfach den Berg hinunter. Früher war das kein Problem. Knochen und Fleischreste wurden von Tieren gefressen, alles andere verrottete und wurde zu Erde. Dieses Indianervolk macht das heute noch immer und am Fuße des Berges bilden sich Müllberge aus Materialien die nicht oder sehr langsam verrotten. Wir machen es nicht anders, nur dass wir unseren Müll sauber entsorgen lassen. Es fällt uns nicht auf, wie viel Müll wir eigentlich produzieren.
Inzwischen muss ich beim Einkaufen häufig über den Müll nachdenken, den ich mit meinem Kaufverhalten erzeuge. Eine Plastiktüte mit einzeln abgepackten Bonbons, Clementinen in einem Plastiknetz, geknackte Nüsse in einem Plastikbeutel, Sojamilch im Tetrapack, Hundefutter aus der Dose ... Auch wenn M und ich versuchen wenig Müll zu machen und wir unseren Müll sorgfältig trennen, so wandert letztendlich doch viel Müll in die unterschiedlichen Tonnen. Wir versuchen Müll zu vermeiden oder ihn wenigstens zu reduzieren. Statt der einzeln verpackten Schoktaler gibt es eine Tafel Schokolade. Das meiste Gemüse bestelle ich bei einem Bio-Lieferanten, der die Sachen in Maisstärkebeuteln oder Papptüten verpackt.
Durch den Anbau im eigenen Garten erhoffe ich mir, dass wir unseren Müll noch weiter reduzieren können. Nüsse könnten direkt vom Baum kommen, die Sojamilch aus eigenen Bohnen hergestellt werden. Beim Selbstanbau bleiben viele Pflanzenreste als Müll zurück, die können aber kompostiert und als nahrhafte Erde zurück auf das Beet gebracht werden, die dann wiederum neuen Pflanzen ideale Wachstumsbedingungen verschafft.
Selbstversorgung heißt für mich, zurück in einen Kreislauf kommen.
Samstag, 7. Dezember 2013
Mehl von der Mühle "nebenan"
Gestern entführte mich M zu einem Laden, in dem er vor Ewigkeiten schon einmal war, um Zutaten zum Wein keltern zu kaufen. Dieses Mal hatte ein Freund von ihm vorgeschlagen, Bier zu brauen - nichts liegt näher, kurz nachdem man einen Braukurs besucht hat und der Gerstensaft sowieso jedes Wochenende benötigt wird. Der Laden liegt drei Orte weiter, vielleicht 10 Minuten Fahrt entfernt. Es ist ein Hofladen ganz versteckt in einer schmalen Straße, für den es nicht einmal ausreichend PKW Stellplätze gibt. In dem Laden kann man nahezu alles kaufen Hundefutter, Pferdefutter, Gemüse, Obst, Gelees und Marmeladen von Zwergenwiese, vegane Nussnougat-Creme ... aber das beste was sie verkaufen ist Mehl aus eigener Herstellung. Ich war hin und weg, als ich die großen braunen Tüten entdeckte, die in dem recht kühlen Hofladen in einem Regal staden. Am liebsten hätte ich alle Mehlsorten mitgenommen, entschloss mich aber dazu, lieber erst einmal zwei auszuprobieren, statt alles auf einmal zu kaufen. Also wanderten zwei Tüten Mehl mit nach Hause, Weizenmehl und Weizenvollkornmehl. Mit kleinen 1 kg Beuteln gibt man sich hier nicht ab. Das Mehl ist in 2,5 und 5 kg Beuteln abgefüllt, die dazu auch noch überaus günstig sind. Die 5 kg Weizenmehl kosteten 3,30 Euro, das Weizenvollkornmehl 2,00 Euro für 2,5 kg.
Einziger Haken: Es ist kein Bio-Mehl. Was ist wohl besser? Regionales Mehl direkt beim Müller zu kaufen oder Bio Mehl im Laden? Wie komisch es sich anfühlt zu schreiben, dass ich mein Mehl beim Müller gekauft habe, wo das doch das selbstverständlichste auf Erden sein sollte. Habt ihr schon einmal Mehl direkt beim Müller gekauft?
Natürlich musste das neue Mehl sofort ausprobiert werden und so buk ich Lebkuchen und Mohnschnecken. Das passte auch ganz gut, denn meine Mutter und meine Schwester besuchten mich mit ihren Hunden für einen netten Nachmittagsspaziergang.
Die Zutaten für das Bier gab es in dem Laden nicht, aber M weiß jetzt schon, dass er häufiger mit mir dorthin fahren muss. Spätestens dann, wenn das Mehl alle ist. Da der Laden so gut sortiert ist, werden wir gleich unseren Wochenendeinkauf dort erledigen und das Hundefutter können wir hier auch gleich mitnehmen. Eine wunderschöne Entdeckung, die einen trüben Samstag etwas schöner machte.
Einziger Haken: Es ist kein Bio-Mehl. Was ist wohl besser? Regionales Mehl direkt beim Müller zu kaufen oder Bio Mehl im Laden? Wie komisch es sich anfühlt zu schreiben, dass ich mein Mehl beim Müller gekauft habe, wo das doch das selbstverständlichste auf Erden sein sollte. Habt ihr schon einmal Mehl direkt beim Müller gekauft?
Natürlich musste das neue Mehl sofort ausprobiert werden und so buk ich Lebkuchen und Mohnschnecken. Das passte auch ganz gut, denn meine Mutter und meine Schwester besuchten mich mit ihren Hunden für einen netten Nachmittagsspaziergang.
Die Zutaten für das Bier gab es in dem Laden nicht, aber M weiß jetzt schon, dass er häufiger mit mir dorthin fahren muss. Spätestens dann, wenn das Mehl alle ist. Da der Laden so gut sortiert ist, werden wir gleich unseren Wochenendeinkauf dort erledigen und das Hundefutter können wir hier auch gleich mitnehmen. Eine wunderschöne Entdeckung, die einen trüben Samstag etwas schöner machte.
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Ringe aus roten Äpfeln
Als ich bei meinen Eltern wohnte, machte ich hin und wieder Apfelringe auf dem heimischen mit Speckstein verkleideten Holzofen. Ich stach das Kerngehäuse aus einem Apfel und schnitt ihn in dünne Scheiben. Die Scheiben legte ich auf den warmen Ofen und wartete, bis sie trocken waren und den Raum mit ihrem süßen Apfelduft würzten. Wenn es so weit war - oder besser, falls die Apfelscheiben es überhaupt schafften trocken zu werden, bevor ich sie verspeiste - aß ich sie sogleich auf. Zum Einlagern war mir die Beute viel zu schade. Bei der letzten Apfelernte erinnerte ich mich wieder daran und wollte mein Glück erneut versuchen.
M und ich haben in unserer Wohnung einen Holzofen. Einen alten Küchenofen, der bei seiner Großmutter noch in Benutzung war und uns jetzt an eisigen Wintertagen wohlige Wärme spendet. Ich schnitt also Ringe aus Äpfeln und bereitete sie zum Trocknen vor. Ich wusste, dass ich die Ringe nicht direkt auf den Ofen legen konnte, denn die Oberfläche wurde viel zu heiß. Also entschied ich mich, sie auf ein Rost zu legen, das etwa zwei Zentimeter über der Kochfläche des Ofens liegt. Am Anfang schien alles ganz prima zu funktionieren. Das Feuerchen brannte knisternd ab, ein zarter Duft waberte durch die Wohnung und die Äpfel zischten leise vor sich hin. Ich entschied weitere Holzscheite aufzulegen und die Kochfläche verwandelte sich fast augenblicklich in einen Glutofen. Die Apfelscheiben tropften, erst roch es würzig süß, dann nur noch würzig und schlussendlich verbrannt, so verbrannt, dass ich die Fenster aufreißen musste. Die Äpfel, die ganz hinten lagen wurden schwarz wie Kohle, die restlichen waren nur halb getrocknet, schmeckten aber trotzdem.
Versuch gescheitert: Aber das wäre nicht ich, gäbe ich nach dem ersten Scheitern auf. Versuch zwei kupferte ich von meinen Kräutertrocknungsprozessen ab. Ich fädelte die Ringe auf Fäden und hängte sie an ein Regalbrett, das wir zum Trocknen unserer Hemden und Blusen verwenden.
Die Äpfel schrumpeln so langsam vor sich hin, feucht sind sie nach zwei Tagen noch immer. Aber ich bin guter Hoffnung, dass dieser Versuch gelingt. Da mir die Farbe der getrockneten Scheiben egal ist, verzichtete ich darauf, sie vorher kurz durch Zitronenwasser zu ziehen. Wer hübsche weiße Ringe haben möchte, sollte dies besser nicht vergessen. Was aus den Ringen werden soll? Naschwerk und Apfeltee (falls ich mich so lang zurück halten kann).
M und ich haben in unserer Wohnung einen Holzofen. Einen alten Küchenofen, der bei seiner Großmutter noch in Benutzung war und uns jetzt an eisigen Wintertagen wohlige Wärme spendet. Ich schnitt also Ringe aus Äpfeln und bereitete sie zum Trocknen vor. Ich wusste, dass ich die Ringe nicht direkt auf den Ofen legen konnte, denn die Oberfläche wurde viel zu heiß. Also entschied ich mich, sie auf ein Rost zu legen, das etwa zwei Zentimeter über der Kochfläche des Ofens liegt. Am Anfang schien alles ganz prima zu funktionieren. Das Feuerchen brannte knisternd ab, ein zarter Duft waberte durch die Wohnung und die Äpfel zischten leise vor sich hin. Ich entschied weitere Holzscheite aufzulegen und die Kochfläche verwandelte sich fast augenblicklich in einen Glutofen. Die Apfelscheiben tropften, erst roch es würzig süß, dann nur noch würzig und schlussendlich verbrannt, so verbrannt, dass ich die Fenster aufreißen musste. Die Äpfel, die ganz hinten lagen wurden schwarz wie Kohle, die restlichen waren nur halb getrocknet, schmeckten aber trotzdem.
Versuch gescheitert: Aber das wäre nicht ich, gäbe ich nach dem ersten Scheitern auf. Versuch zwei kupferte ich von meinen Kräutertrocknungsprozessen ab. Ich fädelte die Ringe auf Fäden und hängte sie an ein Regalbrett, das wir zum Trocknen unserer Hemden und Blusen verwenden.
Die Äpfel schrumpeln so langsam vor sich hin, feucht sind sie nach zwei Tagen noch immer. Aber ich bin guter Hoffnung, dass dieser Versuch gelingt. Da mir die Farbe der getrockneten Scheiben egal ist, verzichtete ich darauf, sie vorher kurz durch Zitronenwasser zu ziehen. Wer hübsche weiße Ringe haben möchte, sollte dies besser nicht vergessen. Was aus den Ringen werden soll? Naschwerk und Apfeltee (falls ich mich so lang zurück halten kann).
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Missratene Kürbiszucht
Von einer Kollegin hatte ich im Frühjahr Samen für eine Kürbissorte Namens "Bischofsmütze" geschenkt bekommen. Damit ich mich auch wirklich auf die Ernte freuen konnte, hatte sie mir bereits zuvor im Herbst einen dieser Kürbisse mitgebracht. Ich setzte die Kerne im zeitigen Frühjahr in der Wohnung in die Erde und wartete darauf, dass sie keimten. Von 5 Kernen ging gerade einmal einer auf. Die anderen bildeten zwar auch etwas Lebendiges, aber es sah mehr nach Schimmel als nach Kürbispflanze aus.
Die kleine Pflanze hegte und pflegte ich. Ich gab ihr einen Topf, einen sonnigen Platz auf der Fensterbank und nach den Eisheiligen setzte ich sie in den Garten in einen großen Topf voller Komposterde (in der ein paar Maden wuselten, was ich aber erst beim Gießen des Kürbisses bemerkte). Zwischenzeitlich wurde es hier trotzdem noch einmal kühl und der Kürbis hatte so seine Startschwierigkeiten. Er wollte nicht wachsen. Endlich im Juli fing er an und rankte langsam über den Rasen. Ich freute mich sehr darüber, goss ihn regelmäßig und gab ihm zusätzlich zu der guten Komposterde Beinwelljauche zu essen. Das Unkraut, das aus dem Kompost heraus spross, riss ich regelmäßig heraus und legte es als eine Art Mulch wieder auf die Erde.
Endlich fing der Kürbis an zu blühen, aber die Blüten fielen eine nach der anderen ab, von Kürbissen war nichts zu sehen. Eines schönen Tages mähte einer meiner Mitbewohner den Rasen und setzte den Kürbis samt Topf vorsorglich an einen anderen Platz. Der Kürbis hatte sich aber mit seinen Ranken an den Grashalmen festgehalten und so knickte die einzige Ranke ab. Bedrückt schaute ich mir die zerstörte Pflanze an. Es war mittlerweile August. Ich richtete den Kürbis neu aus, rückte die Ranke so hin, dass sie nicht abgeknickt war und stützte sie mit einem Zweig ab. Meinen Mitbewohner bat ich darum, den armen Kürbis beim nächsten Rasenmähen einfach stehen zu lassen.
Endlich bildeten sich Blüten, an denen unten eine Verdickung war und tatsächlich wuchs aus einer der Blüten ein Kürbis heraus. Ich war stolz wie Bolle, hatte aber wenig Hoffnung auf einen Kürbis, der ausreifte, denn es war bereits Anfang September. Als dann die Handwerker kamen, um einen Weg für uns zu pflastern, musste mein Kürbis schon wieder umziehen. Wieder wurden seine Ranken vom Gras gerissen, der grüne Trieb samt Blättern und Frucht wurde lieblos an eine andere Stelle gelegt. Mein Kürbis überlebte aber auch diesen Umzug, was mich sehr wunderte.
Langsam verwelkten die Blätter. Die Ranke, an der mein Kürbis hing, wurde gelb und ich musste einsehen, dass mein kleiner Mini-Kürbis, der nicht einmal so groß wurde wie ein Kinderkopf, keinerlei Chance hatte zu einer essbaren Riesenbeere heran zu wachsen. Ich erntete ihn und stellte ihn neben einen der Zierkübisse, die ich von S geschenkt bekommen hatte. Sogar dieser Zierkürbis war größer geworden, als meine kleine Bischofsmütze. Immerhin macht er sich hervorragend als Deko und wenn ich ganz ganz großen Hunger bekomme, werde ich ihn doch noch essen!
Inzwischen habe ich gelernt, dass ein Kürbis männliche und weibliche Blüten hat und dass man niemals eine Pflanze allein in den Garten pflanzen sollte, weil dann die Chance größer ist, dass die Blüten befruchtet werden.
Die kleine Pflanze hegte und pflegte ich. Ich gab ihr einen Topf, einen sonnigen Platz auf der Fensterbank und nach den Eisheiligen setzte ich sie in den Garten in einen großen Topf voller Komposterde (in der ein paar Maden wuselten, was ich aber erst beim Gießen des Kürbisses bemerkte). Zwischenzeitlich wurde es hier trotzdem noch einmal kühl und der Kürbis hatte so seine Startschwierigkeiten. Er wollte nicht wachsen. Endlich im Juli fing er an und rankte langsam über den Rasen. Ich freute mich sehr darüber, goss ihn regelmäßig und gab ihm zusätzlich zu der guten Komposterde Beinwelljauche zu essen. Das Unkraut, das aus dem Kompost heraus spross, riss ich regelmäßig heraus und legte es als eine Art Mulch wieder auf die Erde.
Endlich fing der Kürbis an zu blühen, aber die Blüten fielen eine nach der anderen ab, von Kürbissen war nichts zu sehen. Eines schönen Tages mähte einer meiner Mitbewohner den Rasen und setzte den Kürbis samt Topf vorsorglich an einen anderen Platz. Der Kürbis hatte sich aber mit seinen Ranken an den Grashalmen festgehalten und so knickte die einzige Ranke ab. Bedrückt schaute ich mir die zerstörte Pflanze an. Es war mittlerweile August. Ich richtete den Kürbis neu aus, rückte die Ranke so hin, dass sie nicht abgeknickt war und stützte sie mit einem Zweig ab. Meinen Mitbewohner bat ich darum, den armen Kürbis beim nächsten Rasenmähen einfach stehen zu lassen.
Endlich bildeten sich Blüten, an denen unten eine Verdickung war und tatsächlich wuchs aus einer der Blüten ein Kürbis heraus. Ich war stolz wie Bolle, hatte aber wenig Hoffnung auf einen Kürbis, der ausreifte, denn es war bereits Anfang September. Als dann die Handwerker kamen, um einen Weg für uns zu pflastern, musste mein Kürbis schon wieder umziehen. Wieder wurden seine Ranken vom Gras gerissen, der grüne Trieb samt Blättern und Frucht wurde lieblos an eine andere Stelle gelegt. Mein Kürbis überlebte aber auch diesen Umzug, was mich sehr wunderte.
Langsam verwelkten die Blätter. Die Ranke, an der mein Kürbis hing, wurde gelb und ich musste einsehen, dass mein kleiner Mini-Kürbis, der nicht einmal so groß wurde wie ein Kinderkopf, keinerlei Chance hatte zu einer essbaren Riesenbeere heran zu wachsen. Ich erntete ihn und stellte ihn neben einen der Zierkübisse, die ich von S geschenkt bekommen hatte. Sogar dieser Zierkürbis war größer geworden, als meine kleine Bischofsmütze. Immerhin macht er sich hervorragend als Deko und wenn ich ganz ganz großen Hunger bekomme, werde ich ihn doch noch essen!
Inzwischen habe ich gelernt, dass ein Kürbis männliche und weibliche Blüten hat und dass man niemals eine Pflanze allein in den Garten pflanzen sollte, weil dann die Chance größer ist, dass die Blüten befruchtet werden.
Montag, 2. Dezember 2013
Warum eigentlich Selbstversorgung - Die Macht der Konzerne
Diesen Post müsste eigentlich M schreiben, denn es ist ein Thema, das mich auch zum Glühen, aber noch nicht zum Brennen gebracht hat, so wie er dafür brennt.
Es gab einmal viele kleine Unternehmen, die sich den Markt teilten. Damals gab es hinter den Häusern Gemüsegärten, über die sich die meisten Menschen selbst versorgten. Es gab den ganzen Winter über schrumpelige eingelagerte Äpfel vom eigenen Baum, statt der glänzend grünen perfekten Äpfel im Laden. Schon da fingen die Unternehmen an uns zu verführen. Wie leicht es doch ist, das Essen zu kaufen. Wie hübsch es aussieht. Wie makellos es ist. Wie einfach in der Zubereitung. Wie wenig Arbeit wir mit dem Herstellen haben. Aus vielen kleinen Unternehmen wurden immer größere Betriebe, die sich zu Konzernen zusammen schlossen und den Markt mehr und mehr für sich allein in Anspruch nahmen. Das Essen wurde immer leckerer und fremder. Was drin ist, können wir meist nicht einmal verstehen, wenn wir die Zutatenliste lesen. Ist das gut für mich oder nicht? Wer weiß das schon noch.
Inzwischen diktieren uns große Konzerne, was und wie viel wir essen sollen. Den saftigen Burger, die ofenfrische Pizza. Falls wir einmal selber kochen gibt es hunderte von Würzmischungen abgepackt in praktischen Portionstüten, auf denen explizit drauf steht, was alles gebraucht wird, um genau das Essen zu kochen, das genauso schmeckt wie in jedem anderen Haushalt. Mmmmh, ist das lecker. Das schmeckt ja wie bei Mutti und bei Nachbars und bei Oma und bei ...
Neben der Lebensmittelindustrie gibt es die Firmen, die unser Saatgut patentieren lassen und es teuer verkaufen. Wie kann ein Unternehmen ein Patent auf Basmati erhalten? Was macht das mit denjenigen, die es anbauen wollen, vor allem mit denen, die davon leben müssen? Wir werden immer abhängiger, weil einige wenige das Geld an sich raffen wollen. Die Manager führen Unternehmen für etwas, das EBIT heißt und das sich hervorragend in einem Geschäftsbericht für die wichtigen Geldgeber (Aktionäre) macht, die mit virtuellen Unternehmenswerten handeln, die wiederum nichts mit der Realität und dem Wert eines Unternehmens zu tun haben. Der Mensch wird an allen Fronten vergessen. Der Kunde wird umworben und verführt Dinge zu tun, die für ihn sogar gesundheitsschädlich sein können. Bei den Lieferanten werden die Preise immer weiter gedrückt, damit mehr für den Konzern und die Aktionäre hängen bleibt. Die Mitarbeiter müssen immer mehr in der gleichen Zeit leisten und zur Belohnung werden sie aufgrund eines positiven aber nicht ganz hübschen EBITs auf die Straße gesetzt.
Wem nützt eigentlich dieses System? Sollten wir dieses System nicht in Frage stellen und zurück zu dem kommen, was gut und menschlich ist?
Es gab einmal viele kleine Unternehmen, die sich den Markt teilten. Damals gab es hinter den Häusern Gemüsegärten, über die sich die meisten Menschen selbst versorgten. Es gab den ganzen Winter über schrumpelige eingelagerte Äpfel vom eigenen Baum, statt der glänzend grünen perfekten Äpfel im Laden. Schon da fingen die Unternehmen an uns zu verführen. Wie leicht es doch ist, das Essen zu kaufen. Wie hübsch es aussieht. Wie makellos es ist. Wie einfach in der Zubereitung. Wie wenig Arbeit wir mit dem Herstellen haben. Aus vielen kleinen Unternehmen wurden immer größere Betriebe, die sich zu Konzernen zusammen schlossen und den Markt mehr und mehr für sich allein in Anspruch nahmen. Das Essen wurde immer leckerer und fremder. Was drin ist, können wir meist nicht einmal verstehen, wenn wir die Zutatenliste lesen. Ist das gut für mich oder nicht? Wer weiß das schon noch.
Inzwischen diktieren uns große Konzerne, was und wie viel wir essen sollen. Den saftigen Burger, die ofenfrische Pizza. Falls wir einmal selber kochen gibt es hunderte von Würzmischungen abgepackt in praktischen Portionstüten, auf denen explizit drauf steht, was alles gebraucht wird, um genau das Essen zu kochen, das genauso schmeckt wie in jedem anderen Haushalt. Mmmmh, ist das lecker. Das schmeckt ja wie bei Mutti und bei Nachbars und bei Oma und bei ...
Neben der Lebensmittelindustrie gibt es die Firmen, die unser Saatgut patentieren lassen und es teuer verkaufen. Wie kann ein Unternehmen ein Patent auf Basmati erhalten? Was macht das mit denjenigen, die es anbauen wollen, vor allem mit denen, die davon leben müssen? Wir werden immer abhängiger, weil einige wenige das Geld an sich raffen wollen. Die Manager führen Unternehmen für etwas, das EBIT heißt und das sich hervorragend in einem Geschäftsbericht für die wichtigen Geldgeber (Aktionäre) macht, die mit virtuellen Unternehmenswerten handeln, die wiederum nichts mit der Realität und dem Wert eines Unternehmens zu tun haben. Der Mensch wird an allen Fronten vergessen. Der Kunde wird umworben und verführt Dinge zu tun, die für ihn sogar gesundheitsschädlich sein können. Bei den Lieferanten werden die Preise immer weiter gedrückt, damit mehr für den Konzern und die Aktionäre hängen bleibt. Die Mitarbeiter müssen immer mehr in der gleichen Zeit leisten und zur Belohnung werden sie aufgrund eines positiven aber nicht ganz hübschen EBITs auf die Straße gesetzt.
Wem nützt eigentlich dieses System? Sollten wir dieses System nicht in Frage stellen und zurück zu dem kommen, was gut und menschlich ist?
Sonntag, 1. Dezember 2013
Eine Decke für meine Kräuter - Teil 2
Meine liebe Mitbewohnerin und Schwägerin in Spe, S, las den Post zu der Decke für die Kräuter und brachte mir sofort einige Tannen- oder Fichtenzweige aus ihrem Garten mit. Die sind besser, sagt sie. Recht hat sie. Die Kräutertöpfe sind jetzt völlig unter der Decke verschwunden. Hoffentlich ist es ihnen dort nicht zu dunkel. Erfahrungen mit der Nadeldecke gibt es dann im Frühjahr.
Mein Rosmarin muss winterfest gemacht werden. Im letzten Winter ist meine Rosmarinpflanze erfroren. Die kleinen sind wohl doch recht empfindlich. Mein neuer Rosmarin steht jetzt immerhin schon einmal dicht an der Hauswand, vielleicht ist es dort wärmer. Beim Transport dorthin musste ich feststellen, dass der kleine dringend einen neuen Topf braucht, die Wurzeln ragen weit daraus hervor.
Mein Rosmarin muss winterfest gemacht werden. Im letzten Winter ist meine Rosmarinpflanze erfroren. Die kleinen sind wohl doch recht empfindlich. Mein neuer Rosmarin steht jetzt immerhin schon einmal dicht an der Hauswand, vielleicht ist es dort wärmer. Beim Transport dorthin musste ich feststellen, dass der kleine dringend einen neuen Topf braucht, die Wurzeln ragen weit daraus hervor.
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