Meine Schwester und ich schreiben sehr gern fantasievolle Geschichte, doch fehlt uns zwischenzeitlich die Muse, dies auch zu Ende zu bringen. Über eine Brieffreundschaft haben wir jetzt angefangen, eine gemeinsame Geschichte zu schreiben, die wir in einem Blog veröffentlichen. Die Geschichte heißt erst mal ganz schnöde "bellyve", was die Kombination unserer Spitznamen ist und ihr findet sie hier:
Bellyve
Falls ihr Interesse habt, lest doch einfach hinein.
Samstag, 4. Oktober 2014
Samstag, 20. September 2014
Hokaido oder nicht Hokaido
Anfang des Jahres kaufte ich im Gartencenter eine Hokaido Pflanze, die gut behütet und beschriftet in einem kleinen Plastiktopf auf potentielle Kunden wartete. Sie stand dort mit vielen anderen ihrer Art, aber auch mit Riesenkürbissen zusammen. Die Pflanze fand ihren Weg in eines meiner Quadratbeete und streckt nun von dort aus ihre Ranken in alle Richtungen. Eine Ranke bildete zeitig einen Kürbis aus, vielleicht der Einzige, den wir dieses Jahr ernten und essen können (das wäre dann einer mehr, als im letzten Jahr).
Der anfangs zierliche Kürbis mit zarter Schale wächst und wächst. Die Farbe ist noch immer ein zartes gelb, weit entfernt davon, ein echter Hokaido zu werden. Ich überlegte schon, ihm schmutzige Witze zu erzählen, vielleicht würde er endlich erröten. Aber ich bin ein so anständiger Mensch, dass mir partout keiner einfällt. Der gute Kürbis muss wohl weiterhin vornehm blass bleiben und vielleicht sogar weiter in die Breite wachsen.
Ob ich wohl doch einen Riesenkürbis erwischt habe? Oder braucht mein Hokaido einfach etwas länger, als andere? Vielleicht wird ja doch eine der beiden Mini-Kürbis-Varianten an der Pflanze reif, aber das ist in Anbetracht des fortgeschrittenen Jahres mehr als ungewiss. Kürbisgewächse und ich ... wir wollen nicht so recht warm werden miteinander. Vielleicht fehlt uns auch nur die Übung. Auch wenn es mit der Liebe auf den ersten Blick nicht klappt, werden wir nach ein paar Jahren vielleicht eine stabile, lange und ertragreiche Beziehung führen.
Der anfangs zierliche Kürbis mit zarter Schale wächst und wächst. Die Farbe ist noch immer ein zartes gelb, weit entfernt davon, ein echter Hokaido zu werden. Ich überlegte schon, ihm schmutzige Witze zu erzählen, vielleicht würde er endlich erröten. Aber ich bin ein so anständiger Mensch, dass mir partout keiner einfällt. Der gute Kürbis muss wohl weiterhin vornehm blass bleiben und vielleicht sogar weiter in die Breite wachsen.
Ob ich wohl doch einen Riesenkürbis erwischt habe? Oder braucht mein Hokaido einfach etwas länger, als andere? Vielleicht wird ja doch eine der beiden Mini-Kürbis-Varianten an der Pflanze reif, aber das ist in Anbetracht des fortgeschrittenen Jahres mehr als ungewiss. Kürbisgewächse und ich ... wir wollen nicht so recht warm werden miteinander. Vielleicht fehlt uns auch nur die Übung. Auch wenn es mit der Liebe auf den ersten Blick nicht klappt, werden wir nach ein paar Jahren vielleicht eine stabile, lange und ertragreiche Beziehung führen.
Donnerstag, 18. September 2014
Das geschenkte Hotel
Zum Geburtstag schenkte mir eine Freundin ein ganzes Hotel! Ich freute mich sehr, wusste nur nicht, wen ich in all den Zimmern unterbringen sollte. Als ich heute an meiner Pfefferminzpflanze vorbei lief, fand ich eine Lösung für mein Problem, denn die Blüten der Pflanze waren an einem der in diesem Jahr seltenen sonnigen Tagen über und über mit Insekten bedeckt.
Prima, dachte ich mir, holte einen Hammer, Nagel, das kleine Hotelchen und hängte es an unseren schiefen Schuppen auf. Ob dort jemand einzieht? Schön wäre es auf alle Fälle, wenn sich noch jemand findet, dessen Nachwuchs ohne Herberge ist. Falls ihr jemanden kennt: Das Hotel hat eine wunderbare Ostausrichtung, ein regensicheres Dach und bietet unterschiedlichen Völkern Unterschlupf. Die Einrichtung ist rustikal, hat aber einen unverwechselbaren, einzigartigen Charme. Von dem Hotel aus sind es nur wenige Flugsekunden bis zu den reichhaltigen Buffets der Umgebung. Natürlich achten wir in unserem Etablisement darauf, unseren geschätzten Gästen eine große Variantenvielfalt anbieten zu können. Diversity wird in diesem Hotel groß geschrieben, denn wir wissen, dass das Leben bunt und vielfältig ist. Genau dies soll unser Haus widerspiegeln.
S und ich planen für den Winter, weitere Hotels zu bauen, diese sollen aber mehr Zimmer haben, damit unsere Arbeit auch ausreichend Ertrag bringt.
Prima, dachte ich mir, holte einen Hammer, Nagel, das kleine Hotelchen und hängte es an unseren schiefen Schuppen auf. Ob dort jemand einzieht? Schön wäre es auf alle Fälle, wenn sich noch jemand findet, dessen Nachwuchs ohne Herberge ist. Falls ihr jemanden kennt: Das Hotel hat eine wunderbare Ostausrichtung, ein regensicheres Dach und bietet unterschiedlichen Völkern Unterschlupf. Die Einrichtung ist rustikal, hat aber einen unverwechselbaren, einzigartigen Charme. Von dem Hotel aus sind es nur wenige Flugsekunden bis zu den reichhaltigen Buffets der Umgebung. Natürlich achten wir in unserem Etablisement darauf, unseren geschätzten Gästen eine große Variantenvielfalt anbieten zu können. Diversity wird in diesem Hotel groß geschrieben, denn wir wissen, dass das Leben bunt und vielfältig ist. Genau dies soll unser Haus widerspiegeln.
S und ich planen für den Winter, weitere Hotels zu bauen, diese sollen aber mehr Zimmer haben, damit unsere Arbeit auch ausreichend Ertrag bringt.
Dienstag, 16. September 2014
Jetzt noch aussähen?
Aber sicher doch, denn auch im Winter, möchte ich noch etwas Grünes auf dem Tisch vorfinden, das aus dem eigenen Garten kommt. Als M und ich neulich durch den Baumarkt zogen, um neue Töpfe für unsere Zimmerpflanzen zu kaufen (ich topfe meine Blumen immer zu den unmöglichsten Zeiten um, weil mir im Frühling meist die Motivation dazu fehlt, also warum nicht im Herbst umtopfen?), fiel uns zum Einen ein Olivenbaum vor die Füße (klingt komisch, ist aber wirklich so), den wir daraufhin sofort adoptierten, zum Anderen kaufte ich aber eben auch Saatgut, für eine Aussaat im August/September. Was das wohl sein wird? Na, Tomaten ganz bestimmt nicht.
Feldsalat - oder wie ich es nenne: "Nüsschen" - durfte mit uns kommen, um in den Garten einzuziehen. In den Quadratbeeten werden nach und nach Plätze frei, die neu bestückt werden können, also liegt doch nichts näher, als einen späten und dazu leckeren Salat zu pflanzen.
Selbstverständlich säte ich die Samen nicht sofort aus, sondern ließ das Tütchen mit Saatgut draußen im Eingangsbereich liegen. Dort lag es, als ich meine Zimmerpflanzen umtopfte. Dort lag es, als ich die Pflanzen mit einer Gießkanne mit Brauseaufsatz duschte und dort lag es auch, als ich mich über den Regen freute, der den restlichen Staub von den Blättern meiner Pflanzen wusch. Hach, was freute ich mich. Bis ich das durchweichte Päckchen Saatgut fand. Vom Umtopfen war noch etwas Erde übrig geblieben, die ich sogleich nutzte, um ALLE Samen aus der Tüte zu sähen. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Samen in so einem kleinen Beutelchen sind. Ich streute sie großzügig in 5 Tontöpfe und füllte zusätzlich zwei Holzkisten mit den Samen, die jetzt langsam aber sicher zu keimen anfangen. Bald dürfen sie in andere Gefilde umziehen. In ein Quadratbeet oder den Schrebergarten. Eins ist auf jeden Fall sicher, sie sollen mehr Platz bekommen und bis dahin dürfen sie weiter unseren Eingangsbereich zieren.
Feldsalat - oder wie ich es nenne: "Nüsschen" - durfte mit uns kommen, um in den Garten einzuziehen. In den Quadratbeeten werden nach und nach Plätze frei, die neu bestückt werden können, also liegt doch nichts näher, als einen späten und dazu leckeren Salat zu pflanzen.
Selbstverständlich säte ich die Samen nicht sofort aus, sondern ließ das Tütchen mit Saatgut draußen im Eingangsbereich liegen. Dort lag es, als ich meine Zimmerpflanzen umtopfte. Dort lag es, als ich die Pflanzen mit einer Gießkanne mit Brauseaufsatz duschte und dort lag es auch, als ich mich über den Regen freute, der den restlichen Staub von den Blättern meiner Pflanzen wusch. Hach, was freute ich mich. Bis ich das durchweichte Päckchen Saatgut fand. Vom Umtopfen war noch etwas Erde übrig geblieben, die ich sogleich nutzte, um ALLE Samen aus der Tüte zu sähen. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Samen in so einem kleinen Beutelchen sind. Ich streute sie großzügig in 5 Tontöpfe und füllte zusätzlich zwei Holzkisten mit den Samen, die jetzt langsam aber sicher zu keimen anfangen. Bald dürfen sie in andere Gefilde umziehen. In ein Quadratbeet oder den Schrebergarten. Eins ist auf jeden Fall sicher, sie sollen mehr Platz bekommen und bis dahin dürfen sie weiter unseren Eingangsbereich zieren.
Sonntag, 14. September 2014
Pfützenhunde
Immer wenn es geregnet hat, freuen sich unsere Hunde über die Pfützen. Manchmal entstehen an solchen Tagen wunderschöne Bilder. hier eine kleine Auswahl.
Oder alberne Fotos, eines Hundes, der dringend eine Erfrischung braucht.
Oder alberne Fotos, eines Hundes, der dringend eine Erfrischung braucht.
Freitag, 12. September 2014
Einmal Mangold bitte
Kennt ihr das? Wenn man Spinat oder auch Mangold kocht, hat man hinterher immer viel weniger, als es am Anfang den Anschein machte. Erst ist der ganze Kochtopf voller Blätter und am Ende bleibt ein kleines Häufchen, das kaum den Boden des Topfes bedeckt. Das Phänomen ist mir wohl bekannt und ich berücksichtigte es in all meiner Weisheit auch bei der Mangold-Ernte, trotzdem erntete ich nur die kleinere der beiden Mangoldpflanzen und zwei oder drei Blätter der großen Pflanze. Insgesamt müssen es zwischen 15 und 20 große Stiele gewesen sein. Gar nicht so viel, auch wenn die Ernte zwei Leinentüten füllte.
Als ich die Blätter wusch, brachte mich das Gemüse zum ersten Mal zur Verzweiflung. Die Spüle ist einfach zu klein für all die Blätter und das obwohl die Spüle größer ist, als eine Standard-Stahlspülen aus dem Baumarkt. Ich quetschte die Blätter also rein, stellte fest, dass das keinen Sinn machte und kappte wenigstens die Stiele des Mangolds. Dann ging es - so einigermaßen. Ich musste das Grün etwas runter drücken, aber es passte.
Eigentlich wollten M und ich eine Mangold-Suppe essen und eigentlich haben wir das auch getan, nur anders, als ich eigentlich wollte. Der Plan war, dass die gesamte Pflanze samt Kartoffeln gekocht und püriert wird, aber die Masse machte mir einen Strich durch die Rechnung. Das Grün zerfiel beim Blanchieren nicht annähernd so stark, wie ich es vermutet hatte und die klein gehackten Stiele füllten eine ganze Schüssel. Viel zu viel Gemüse für eine Suppe. Alles zusammen hätte wohl auch nicht in meinen größten Topf gepasst.
Also entschied ich, nur die Stiele zu Suppe zu verarbeiten und sparte das Grün für den nächsten Tag auf, um daraus Spinat zu machen. M und ich wurden mehr als satt von der Suppe, wir hatten ein ordentliches Abendessen, er aß noch etwas zum Frühstück von der Suppe und nach Feierabend und ich nahm mir für die Mittagspause eine große Schüssel mit. Trotzdem blieb für beide Hunde noch ein wenig übrig - manchmal muss man den beiden auch etwas gutes tun und ihren gierigen Augen zufolge und des langanhaltenden Klapperns der Näpfe beim gründlichen Säubern selbiger, ließ den Schluss zu, dass es ihnen wirklich mundete.
Abends kochten wir Spinat aus den Mangoldblättern und aßen 1,5 Tage davon. Wieder abends den frischen Spinat und am nächsten Tag gab es sozusagen zu allen Mahlzeiten die Reste, die bei jedem Essen noch besser schmeckten.
Im Garten sollte noch genug Mangold sein, um genau das gleiche Essen erneut zu kochen.
Als ich die Blätter wusch, brachte mich das Gemüse zum ersten Mal zur Verzweiflung. Die Spüle ist einfach zu klein für all die Blätter und das obwohl die Spüle größer ist, als eine Standard-Stahlspülen aus dem Baumarkt. Ich quetschte die Blätter also rein, stellte fest, dass das keinen Sinn machte und kappte wenigstens die Stiele des Mangolds. Dann ging es - so einigermaßen. Ich musste das Grün etwas runter drücken, aber es passte.
Eigentlich wollten M und ich eine Mangold-Suppe essen und eigentlich haben wir das auch getan, nur anders, als ich eigentlich wollte. Der Plan war, dass die gesamte Pflanze samt Kartoffeln gekocht und püriert wird, aber die Masse machte mir einen Strich durch die Rechnung. Das Grün zerfiel beim Blanchieren nicht annähernd so stark, wie ich es vermutet hatte und die klein gehackten Stiele füllten eine ganze Schüssel. Viel zu viel Gemüse für eine Suppe. Alles zusammen hätte wohl auch nicht in meinen größten Topf gepasst.
Also entschied ich, nur die Stiele zu Suppe zu verarbeiten und sparte das Grün für den nächsten Tag auf, um daraus Spinat zu machen. M und ich wurden mehr als satt von der Suppe, wir hatten ein ordentliches Abendessen, er aß noch etwas zum Frühstück von der Suppe und nach Feierabend und ich nahm mir für die Mittagspause eine große Schüssel mit. Trotzdem blieb für beide Hunde noch ein wenig übrig - manchmal muss man den beiden auch etwas gutes tun und ihren gierigen Augen zufolge und des langanhaltenden Klapperns der Näpfe beim gründlichen Säubern selbiger, ließ den Schluss zu, dass es ihnen wirklich mundete.
Abends kochten wir Spinat aus den Mangoldblättern und aßen 1,5 Tage davon. Wieder abends den frischen Spinat und am nächsten Tag gab es sozusagen zu allen Mahlzeiten die Reste, die bei jedem Essen noch besser schmeckten.
Im Garten sollte noch genug Mangold sein, um genau das gleiche Essen erneut zu kochen.
Mittwoch, 10. September 2014
Ode an den Spaten
Spaten, oh Spaten,
regtest mich an zu großen Taten,
am Anfang unser Freundschaft warf ich dich fluchend fort,
doch bliebst du immer bei mir am gleichen Ort.
Harrtest aus mit großer Geduld,
denn du hattest an meiner Laune keine Schuld,
wenn ich schwach und hastig,
ob der Grabearbeit wurde brastig.
Zeigtest mir deinen großen Nutzen,
beim Beete von Unkraut freiputzen.
Löcher so tief wie das Meer,
gruben wir und liebten es sehr.
Dein kalter glatter Stiel,
der mir am Anfang nicht gefiel,
liegt nun in meinen Händen wie ein alter Gefährte,
den ich gut kenne und der mich so vieles lehrte.
Wenn ich dich in meinen Händen halte,
zeige ich allen anderen meine Schulter - die Kalte,
denn wir zwei müssen buddeln
und nicht am Gartenzaun schnuddeln.
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